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Hundegesundheit 15.03.2021

Alopezie beim Hund - Ursachen, Symptome, Diagnose, Vorbeugung und Behandlung

Thomas by Thomas, Thomas hat das technische Know-wau äh Know-how zu dogbible beigetragen und ist nicht nur von Japan begeistert, sondern bezeichnet auch den Shiba als seinen Lieblingshund, der hoffentlich bald Einzug in seinem Rooftopgarden nehmen darf.

Alopezie beim Hund - Ursachen, Symptome, Diagnose, Vorbeugung und Behandlung

Unter einer Alopezie beim Hund versteht man einen teilweisen oder vollständigen Haarausfall. Während es ganz normal ist, dass euer Hund haart und beim Fellwechsel im Frühjahr und Herbst ein unregelmäßiges Fell bekommt, ist die Alopezie nicht normal und muss oft behandelt werden. Die Erkrankung ist häufig ein Symptom anderer zugrunde liegender Probleme. Sie kann aber auch von alleine und ohne erkennbare Ursachen auftreten. Eine Alopezie kann die Haut, das Immunsystem, das endokrine System und das Lymphsystem eures Hundes beeinträchtigen. Wenn ihr erste Anzeichen bemerkt ist es wichtig, so schnell wie möglich einen Tierarzt aufzusuchen.

shutterstock.com / Daniel Simoc-Minea

Grundlagen und Ursachen der Alopezie

Es gibt viele Ursachen und Krankheiten, die zu Haarausfall beim Hund führen können. Oft ist die Räude schuld, eine durch Milben verursachte Erkrankung. Sie kann zu extremem Haarausfall und Hautverkrustungen führen. Auch die Ringelflechte, eine ansteckende Pilzinfektion, oder durch Bakterien hervorgerufene Infektionen können eine Alopezie verursachen. In diesen Fällen tritt sie als kreisförmige haarlose Flecken mit Läsionen, Entzündungen und Verkrustungen auf. Läsionen klingen manchmal von selbst ab, aber meist ist eine Behandlung mit einem antimykotischen Shampoo und Medikamenten erforderlich. Das Cushing-Syndrom, ein Zustand, bei dem der Körper übermäßig Steroidhormone produziert, kann zu Haarausfall führen.

Einige Hunderassen sind genetisch dazu prädisponiert, kahle Stellen am Körper zu entwickeln. Diese erbliche Erkrankung ist meist harmlos und muss nicht behandelt werden. Zu den anfälligen Rassen gehören Chihuahuas, Dackel, Windhunde und Whippets. Kahle Flecken können die Folge von Allergien sein. Flohstiche sind eine häufige Ursache, aber euer Hund kann grundsätzlich auf fast jede Substanz allergisch reagieren. Allergien erzeugen oft einen Juckreiz, was dazu führt, dass der Hund sich kratzt. Das kann das Fell beschädigen. Ausschläge und Nesselsucht können sich durch den Kontakt mit Pflanzen, Chemikalien, Insektenstichen und sogar einigen Medikamenten bilden. Es können sich auch Druck- und Scheuerstellen bilden, beispielsweise durch ein zu enges Halsband oder wenn euer Hund auf harten Oberflächen liegt. Das kann zu Schwielen führen, die sich womöglich entzünden und bluten.

Weitere Ursachen für Alopezie bei Hunden:

  • Nervöses Verhalten wie Kauen und Lecken
  • Reaktion auf einen Fremdkörper in der Haut
  • Vitamin- oder Mineralstoffmangel
  • Verletzungen und Narbenbildung
  • Reaktion auf eine Impfung
  • Diabetes
  • Schilddrüsenprobleme
  • Hormonelles Ungleichgewicht
  • Folgen einer Chemotherapie
  • Hautkrebs

Symptome einer Alopezie und Diagnose von Alopezie

Die Symptome der Hundealopezie sind am Fell zu erkennen. Der Haarausfall kann schleichend oder akut auftreten und zu kahlen Stellen führen. Anzeichen, die beim Hund auftreten können, sind:

  • Allgemeiner Haarausfall
  • Haarausfall um die Augen und das Maul
  • Nässende oder blutende Stellen um die Bereiche des Haarausfalls
  • Kahle Flecken am Kopf
  • Flecken auf der Haut
  • Verkrustung und Entzündung der Haut
  • Schuppige Haut
  • Juckreiz und Wunden durch Kratzen
  • Symmetrischer Haarausfall, der auf beiden Seiten des Körpers auftritt

Therapie und Vorsorge der Alopezie

Leidet euer Hund an Alopezie, solltet ihr immer die Ursache untersuchen lassen. Nur so könnt ihr die beste Behandlungsmethode auswählen. 

Antibiotika, Antimykotika und Steroide werden häufig äußerlich oder oral zur Behandlung von Hauterkrankungen und Entzündungen eingesetzt. Antihistaminika können bei allergischen Reaktionen verwendet werden. Medizinische Shampoos können eine Reihe von Infektionen behandeln, insbesondere Räude. Wenn die Alopezie eine Folge des Kauens und Leckens eures Hundes ist, kann ein elisabethanisches Halsband helfen, dieses Verhalten zu unterbinden. Eine Vorbeugung gegen Flöhe und Zecken hilft, die durch Juckreiz verursachte Alopezie zu vermeiden. Bei Diabetes ist eine Insulintherapie angebracht. Schilddrüsenmedikamente und eine Hormontherapie können eingesetzt werden, um einige Schilddrüsenprobleme zu korrigieren. Eine Operation kann notwendig sein, um Tumore oder Hautkrebs zu entfernen. Es gibt auch eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln, die ihr der Nahrung eures Hundes hinzufügen könnt, damit das Fell gesund bleibt. Fischöl, Vitamin A und Vitamin E können bei trockener Haut und bestimmten Hautinfektionen helfen. 

Bannerbild: shutterstock.com / Everita Pane
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