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Hundefutter 01.06.2021

Trockenfutter vs. Nassfutter - was macht mehr Sinn? Was ist gesünder?

Johann by Johann, Johann ist Hundpapa seit 2018 und Hundefan seit 1986.

Eine ausgewogenen und qualitativ hochwertige Ernährung ist nicht nur für den Menschen wichtig. Sie beeinflusst auch die Gesundheit eurer Hunde. 

Die Ernährung mit Barf eignet sich aufgrund der benötigten Zeit und Kenntnisse über die optimale Nährstoffzusammensetzung nicht für jeden Hundebesitzer. 

Mittlerweile beanspruchen die meisten Hersteller von Nass- und Trockenfutter für Hunde, dass ihre Produkt zu den Besten und den Gesündesten zählen. Doch inwieweit entsprechen derartige Werbeaussagen der Wirklichkeit?

Trockenfutter gesünder oder doch Dosenfutter

Als Hundebesitzer habt ihr die Möglichkeit, die Deklarationen auf den Futterverpackungen zu lesen. Doch was bedeuten die angegebenen Inhaltsstoffe? 

Dosenfutter oder Trockenfutter shutterstock.com / Lukas Gojda

Welche Vorteile und Nachteile hat das Trockenfutter für Hunde?

Das Angebot an industriell gefertigtem Trockenfutter ist schier unendlich. Mit Trockenfutter alleine kann euer Hund allerdings weder artgerecht noch gesund ernährt werden.

Die Vorteile von Trockenfutter:

  • lange Haltbarkeit
  • kostengünstig
  • leichte Dosierbarkeit
  • geringe Belästigung durch Geruch
Dosenfutter besser als Trockenfutter für Hunde shutterstock.com / 976photo Studio dosenfutter

Die Nachteile von Trockenfutter:

  • Bei der Herstellung wird das Trockenfutter zuerst extrem erhitzt, bevor es gemahlen, geformt und zusätzlich gepresst wird. Wichtige Nährstoffe, wie Aminosäuren, Vitamine und Enzyme überleben diese Verfahren nicht. Deshalb werden dem Futter im Nachhinein künstliche Vitamine zugesetzt.
  • Damit das Futter solange haltbar ist, braucht es Konservierungsstoffe. Diese wirken sich schädigend auf die Darmflora eures Hundes aus. Selbst der Zusatz „frei von Konservierungsstoffen“ kann trügen. Denn bereits konservierte Zutaten, wie Fette können nach dem Zukauf verwendet werden, ohne sie nochmals als Zusatzstoff kennzeichnen zu müssen.
  • Damit das Futter für eure Hunde trotzdem gut riecht und schmeckt, bedarf es weiterer sensorischer Zusatzstoffe.
  • Das Trockenfutter weist einen sehr geringen Wassergehalt auf. Dadurch ist es nicht nur schwer verdaulich, es verursacht mitunter auch Erkrankungen der Nieren und das Entstehen von Harnsteinen.
  • Oftmals enthält das Futter Getreide, das eure Hunde ebenso kaum verwerten können.
  • Löst des Öfteren Allergien aus.
  • Die Gefahr für Magendrehungen ist erhöht.

In den Jahren 1998 bis 2002 wurde in Belgien eine Studie durchgeführt, an der 500 Haushunde untersucht wurden. Das Ergebnis zeigt auf, das die Ernährung Einfluss auf die Lebenserwartung der Hunde hat. Die mit Trockennahrung gefütterten Hunde haben eine um 32 Monate verminderte Lebenserwartung.

Was gibt es bei Nassfutter für Hunde zu beachten?

Ein hochwertiges Nassfutter kann euren Hund sowohl artgerecht als auch gesund ernähren. 

Vorteile dieser Variante:

  • Bei der Herstellung bleiben wertvolle Nährstoffe erhalten.
  • Der Wassergehalt ist wesentlich höher und artgerechter.
  • Einige Hersteller haben sich auf Hundenahrung ohne künstlichen Zusätze spezialisiert. Ihre offene Deklaration zeigt zudem, was wirklich im Produkt verwendet wurde: „70 Prozent Rindfleisch aus Muskelfleisch, Lunge und Schlund“ liest sich doch anders als „Fleisch und andere Nebenerzeugnisse“.

Nachteile der Variante:

  • kürzere Haltbarkeit
  • schlechtere Dosierbarkeit
  • eine Dosenentsorgung ist notwendig

Gibt es auch getreidefreies Trocken- oder Nassfutter?

Auch die Hersteller haben erkannt, dass sich immer mehr Hundehalter für gesündere Futteralternativen für ihren Liebling wünschen. Deswegen konzentrieren sich mittlerweile einige der Hersteller auf die Produktion von hochwertigem Hundefutter. Achtet bei eurem nächsten Einkauf auf Deklarationen wie „frei von Getreide und Gluten“ oder „ohne Zusätze oder Konservierungsstoffe“.

Bannerbild: shutterstock.com / dezy
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