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Hundegesundheit 01.06.2021

Entwurmung Hund - Ablauf einer Wurmkur

Thomas by Thomas, Thomas hat das technische Know-wau äh Know-how zu dogbible beigetragen und ist nicht nur von Japan begeistert, sondern bezeichnet auch den Shiba als seinen Lieblingshund, der hoffentlich bald Einzug in seinem Rooftopgarden nehmen darf.

Entwurmung beim Hund

Parasiten wie Würmer, die Hunde befallen, sind lästige, aber völlig normale Probleme im Leben mit frei laufenden Haustieren. Zu Symptomen kommt es häufig erst bei fortgeschrittenerem Befall. Die Hunde rutschen auf dem Hintern, räuspern sich und schlucken sofort ab (sogenanntes „Rückwärtsniesen“) und entwickeln Durchfall oder Fellprobleme. Wie Hunde sich infizieren, was gegen Würmer hilft und ob sie auch eine Gefahr für euch als Hundebesitzer darstellen, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

Wie infiziert sich ein Hund mit Würmern?

Eine Infektion mit Würmern läuft, am Beispiel des Spulwurms erklärt, folgendermaßen ab:

  • durch Schnüffeln an Exkrementen, Aufnahme dieser oder erfolgreicher Jagd nach kleinen Nagetieren gelangen die Eier oder Larven des Wurms in den Organismus eures Hundes
  • über den Darm gelangen sie in die Leber und schlüpfen, bzw. häuten sich dort erneut
  • über die Blutbahnen kommen sie in die Lunge, wo sie eine Weile heranreifen
  • die Larven kriechen durch die Luftröhre bis zum Kehlkopf, lösen einen Hustenreflex aus und werden entweder ausgespuckt oder abgeschluckt
  • im Darm werden sie erwachsen; Weibchen legen von nun an bis zu 200.000 Eier täglich
  • die Eier werden mit dem Kot ausgeschieden und von anderen Tieren aufgenommen; starker Wurmbefall führt zu Juckreiz, was eine Verbreitung der Eier ebenfalls begünstigt.

Bei geringem Befall hat eine Infektion mit Würmern häufig keine schwerwiegenden Folgen, jedoch kann sich vor allem bei Welpen, Senioren oder chronisch kranken Tieren eine Wurminfektion zu einem ernsten Problem entwickeln. Unbehandelt können Würmer innere Organe zerstören und zum Abmagern des Hundes führen.

Wurmkur Hund shutterstock.com / Christoph Burgstedt

Wie läuft eine Entwurmung beim Hund ab?

Je nachdem ob ihr im Vorfeld eine Stuhluntersuchung wünscht, wird zunächst festgestellt, ob in den Hinterlassenschaften eures Hundes Wurmeier oder -segmente zu finden sind. Das kann sinnvoll sein, da eine Kotuntersuchung nur unwesentlich mehr kostet, als Entwurmungstabletten für Hund. 

Wurmkuren gibt es als Tabletten (Milbemax für Hunde) oder Paste (Banminth), wobei letztere eher für Welpen genommen wird. Die Behandlung ist sehr einfach: Dem Hund wird, entsprechend seines Alters und Gewicht die Tablette oder die Paste direkt eingegeben. Binnen 24 Stunden sterben dann alle sich im Körper befindenden Würmer ab. Manchmal kommt es in diesem Zeitraum auch zu Durchfall, was jedoch keine negative Reaktion auf das Medikament ist, sondern eine Nebenwirkung, die auftritt, wenn die toten Würmer ausgeschieden werden. Der Durchfall sollte innerhalb von zwei Tagen wieder abklingen.

Kann man Wurmbefall vorbeugen?

Das kann ganz einfach beantwortet werden: Nein. eine Wurmkur kann Hunde nicht vor erneuter Infektion schützen. Sie tötet immer nur die Würmer, die sich zum Zeitpunkt der Gabe im Körper eures Hundes befinden. Wenn euer Hund am nächsten Tag wieder eine Maus oder fremde Exkremente frisst, kann er sich bereits neu infiziert haben. Wurmkuren für Hunde haben keine Depotwirkung.

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Wie oft sollte ein Hund eine Wurmkur bekommen?

Bei ausgewachsenen Hunden raten Tierärzte zu einer regelmäßigen Entwurmung etwa alle drei Monate. Welpen sollten deutlich öfter entwurmt werden, da sie sich bereits im Mutterleib und nach der Geburt durch die Muttermilch infizieren können. Im Alter von zwei Wochen und dann im zweiwöchigen Abstand solltet ihr Welpen entwurmen, bis sie keine Muttermilch mehr bekommen. Danach erfolgt eine Entwurmung am besten ein mal monatlich, bis die Welpen ein halbes Jahr alt sind. Vorher ist auch eine Kotuntersuchung statt der Gabe des Medikaments keine Option.

Ist Wurmbefall auf den Menschen übertragbar?

Grundsätzlich ja. Würmer, die euren Hund befallen, können auch in eurem Körper überleben. Unter normalen hygienischen Umständen ist eine Infektion mit Würmern sehr unwahrscheinlich, allerdings sind gerade Kleinkinder gefährdet. Nicht nur stecken sie sich noch, egal was sie vorher angefasst haben, sehr häufig die Finger in den Mund, ihre Körpergröße lädt viele Hunde auch dazu ein, ihnen über das Gesicht zu lecken, was ebenfalls eine Ansteckung begünstigen kann. Bei Kontakt mit Kleinkindern solltet ihr eure Hunde also unbedingt regelmäßig Entwurmen, bzw. auf Würmer testen lassen.

Außerdem solltet ihr beim Entwurmen immer alle Tiere im Haushalt entwurmen. Auch Katzen die im gleichen Haushalt leben sollten entwurmt werden.


Bannerbild: shutterstock.com / MRAORAOR
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