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Hundegesundheit 28.09.2021

3 Gründe, warum dein Hund humpelt

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

Ohje, ihr seid gerade vom Spaziergang zurückgekommen, dein Hund steigt aus dem Auto und humpelt vor dir zur Haustür. Was kann das nur sein?

Grund 1 – ein Fremdkörper steckt in der Pfote

Dein Hund kann beim Spaziergang Steine, Pflanzenteile (Kletten) oder Holzstücke zwischen die Ballen bekommen haben. Während dem Spaziergang merkt der Hund das womöglich gar nicht. Er ist so mit Schnuppern und anderen Dingen beschäftigt. Erst im Auto oder Zuhause macht sich ein unangenehmes Gefühl bemerkbar.

Der Hund humpelt dann, weil der Fremdkörper beim Auftreten kratzt, juckt oder Druckschmerzen verursacht.

Im Winter bilden sich bei manchen Hunden Eis- und Schneeklümpchen zwischen den Ballen. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Hund dort rassebedingt längere Haare hat. Wenn du die überstehenden Haare regelmäßig abschneidest, kannst du dieses Phänomen weitestgehend verhindern.

Untersuche die Pfoten und taste dich Stück für Stück vor. Sei vorsichtig, denn wenn etwas anderes die Ursache ist, kann dein Vierbeiner auch starke Schmerzen haben.

Hat sich etwas Klebriges festgesetzt (Kaugummi, Baumharz) musst du es vorsichtig herausschneiden. Nutze dafür besser keine spitze Schere, sondern eine abgerundete. Wenn sich dein Hund während der „Befreiung“ erschrickt oder Angst bekommt, ist das Verletzungsrisiko mit einer stumpfen Schere für euch beide nicht so groß.

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Grund 2 – eine akute Verletzung und Schmerzen 

Hinter einer plötzlich auftretenden Lahmheit oder Humpeln können diese Verletzungen stecken:

  • Schnittwunden
  • Prellungen
  • Zerrungen
  • Sehnenverletzungen und -entzündungen
  • Schleimbeutelentzündung
  • Blutergüsse
  • Muskelfaserrisse
  • Verletzungen der Wirbelsäule
  • Traumata
  • Knochenbrüche.

Bei offenen und blutenden Wunden ist eine Erstversorgung mit Desinfektionsspray oder Ausspülen mit klarem Wasser sinnvoll. Kleine Schnittwunden kannst du einfach abheilen lassen.

Prellungen und Zerrungen können nach ein paar Tagen Schonung von alleine verschwinden.

Sobald du Anzeichen von großem Schmerz bei deinem Hund bemerkst, solltest du möglichst bald zum Tierarzt gehen. Dasselbe gilt, wenn eine Wunde stark blutet, du nicht sehen kannst, ob noch ein Fremdkörper darin steckt oder die Wunde schon stark entzündet ist.

Hund, Säugetier, Wirbeltier, Hunderasse, Canidae, roter Golden Retriever, Retriever, Fleischfresser, Sporting Group, Begleithund, shutterstock.com / Olena Brodetska

Grund 3 – eine chronische Erkrankung des Bewegungsapparates

Arthrose und andere degenerative Erkrankungen bilden sich vor allem im Alter. Bei großen Hunden oder solchen, die einen ungewöhnlichen Körperbau haben, zeigen sich Verschleißerscheinungen etwas früher.

Typischerweise läuft sich Arthrose ein. Das bedeutet, dass dein Hund kurz nach dem Aufstehen aus der Ruheposition heraus humpelt und das Gangbild klarer wird, sobald er sich warm gelaufen hat.

Auch bei einer Hüftgelenksdysplasie kann dein Hund humpeln. Das ist eine Erbkrankheit, die bei bestimmten Rassen bevorzugt auftritt.

Daneben gibt es beim Hund noch eine ganze Reihe weiterer chronischer oder degenerativer Erkrankungen, die mit Humpeln einhergehen:

  • Osteoarthritis
  • Spondylose
  • Cauda-Equina-Syndrom
  • Gelenkentzündungen durch Parasiten (z.B. Borrelien)
  • Muskelschwund
  • Tumoren.

Wenn dein Hund öfter humpelt, lahmt oder starke Schmerzen hat, solltest du natürlich auch in diesem Fall so bald wie möglich zu einem Tierarzt gehen und ihn gründlich untersuchen lassen.

Bannerbild: shutterstock.com / Javier Brosch
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