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Tipps zur Hundehaltung 29.04.2022

Hund im Haus: Dem neuen Mitbewohner Grenzen setzen

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

„Muss ich mich denn immer wiederholen? Ich habe ihm doch schon mehrmals gesagt, dass er das nicht darf!“ – viele Hundebesitzer werden im Laufe ihres Lebens mit diesem Gedanken konfrontiert. Doch auch wenn es so aussieht als würde der Hund nichts lernen, bringt es nichts aufzugeben. Das Zusammenleben mit einem Hund ist ein mehrstufiger Prozess, weshalb es auch bei der Hundeerziehung verschiedene Methoden, Ansätze sowie Zeitspannen brauch. Wichtig: Jeder Hund ist fähig neues zu erlernen, egal in welchem Alter.

Am besten ist es, dem Hund von Anfang an Grenzen zu setzen. Manchmal braucht es, wenn nötig, die erfahrende Hand eines Hundetrainers. Auch bei der Adoption eines älteren Hundes ist es wichtig, sofort im neuen zu Hause, die Grenzen aufzuzeigen. Die Kennenlernphase ist geprägt von Versuchungen und Regeln, welche das geplante Zusammenleben beeinflussen. Zu viel Komfort kann den Hund zu sehr verwöhnen, wodurch er schnell davon ausgeht, der Chef im Haus zu sein. Empfehlenswert ist es, einen Mittelweg beider Seiten zu finden. Doch wie geht das? Und welche Grundregeln sollten bereits in der Eingewöhnungszeit durchgesetzt werden?

Lektion 1: Die Stubenreinheit

Grundsätzlich mag es kein Hund sein Geschäft in den Wohnräumen zu verrichten - Hunde sind keine Nestbeschmutzer. Was so viel heißt wie, dass sie in der Regel nicht da ihr Geschäft machen, wo sie sich wohlfühlen. Die Stubenreinheit an sich sollte schon im Welpenalter dem Hund beigebracht werden. Dies liegt daran, dass sich der Hund angewöhnt, dass ein gewisses Verhalten gut ist. Das Training zur Stubenreinheit gilt als relativ einfach. Alles was man dafür braucht ist Geduld, Beständigkeit und Aufmerksamkeit. Sollte der Hund, trotz hartem Training, dennoch Probleme haben stubenrein zu werden, gibt es spezielle Stubenreinhelfer wie auf schecker.de, welche den Hund beim Training unterstützen können.

Welpen von 0 bis 9 Monaten

Stubenrein zu werden ist eine der wichtigsten Lektionen im Welpenalter. Nachdem der Welpe, mit einem Alter von mindestens 8 Wochen, in sein neues Zuhause eingezogen ist, ist er biologisch noch nicht bereit für die stubenreinen Tage. Hierfür fehlt dem Welpen noch die Blasen- und Darmkontrolle, welche erst mit dem Älterwerden kommt und trainiert werden muss. Je älter der Hund ist, desto länger hält er durch. Ab einem Alter von ca. 12 Wochen können Welpen zwei bis drei Stunden am Stück ihre Blase halten. Die Dauer kann jedoch von Welpe zu Welpe variieren.

Erwachsene Hunde ab 9 Monaten

Wer sich für die Adoption eines älteren Hundes entscheidet, wird womöglich auch mit einer fehlenden Stubenreinheit konfrontiert. Neben einer fehlenden Erziehung können erwachsene Hunde auch plötzlich Probleme mit der Stubenreinheit bekommen, was unter anderem an einem traumatischen Ereignis liegen könnte. Sollte dieses Verhalten dem vorherigem Halter Fremd sein empfiehl es sich, zusammen mit dem Tierarzt, nach medizinischen Ursachen für das plötzlich veränderte Verhalten zu suchen. Ursachen wie eine Blasenentzündung, Inkontinenz, Durchfallerkrankungen oder Giardienbefall könnten hinter diesem Verhalten stecken.

Auch Stress, Trennungsstress, schlechtes Wetter, eine Futterumstellung, Angst oder der neue Besitzer selbst könnten die Ursache sein. Je nachdem wie Alt der Hund ist, kann sich zudem der Rhythmus für die Blase ändern. Einige Hunde können im Alter Urin und Kot nicht mehr so lange halten, wie in jungen Jahren.

Lektion 2: Rollenverteilung muss sein

Dem adoptierten Hund muss sofort klar gemacht werden, dass er nicht das Alphatier im Haus ist, sondern der Besitzer. Der Mensch allein, so hart wie dies klingt, bestimmt, wann gegessen, wann geschnüffelt und wann gerannt wird. Diese Machtdefinierung ist im Tierrudel natürlich und hilft dem Hund sich zu orientieren. Als guter Rudelführer ist es wichtig konsequent zu sein und klare Grenzen zu setzen, von denen nicht mehr abgewichen wird. Sollte man doch von den Regeln abweichen, kann dies zu Verwirrungen führen, wodurch der Hund womöglich auch andere Regeln nichtmehr befolgt.

Wie beim Training den Hund Stubenreinheit anzulernen, gibt es auch beim Verhaltenstraining verschiedene Ansätze. Eine bewährte und verbreitete Methode ist das sogenannte Clicker-Training. Bei dieser Trainingsart bekommt der Hund für jede richtige Reaktion eine Belohnung, wie etwa ein Leckerli. Die Reaktion der Belohnung sollte jedoch sofort im Moment geschehen, da sonst der Hund das gute Verhalten nicht erkennt. Er soll sofort erkennen, dass er etwas gut gemacht hat und nicht erst Minuten später, wenn ein Leckerchen aus der Tasche gekramt wurde.

Lektion 3: Lernverhalten gezielt beeinflussen

Das Verhalten eines Hundes orientiert sich, wie bei Kindern, an der Reaktion des Umfeldes. Belohnt man das Verhalten durch ein Leckerchen, Spiel oder Zuneigung wird der Hund mit der Zeit lernen, dass sein gutes Verhalten zu einer Belohnung geführt. Bei wiederholter Belohnung erkennt er schließlich, dass hinter dem Ganzen ein Muster steckt. Dieses Lernverhalten wird „Lernen durch positive Verstärkung“ genannt und ist die wichtigste Erziehungshilfe und Beziehungsstärke zwischen Mensch und Hund. Nachdem die positive Verstärkung beider Teamkameraden verinnerlicht wurde, wird aus mehreren Versuchen, wie zu Beginn des Artikels erwähnt, vielleicht nur noch ein Versuch.

Bannerbild: Shutterstock / Olimpik
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