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Tipps zur Hundehaltung 29.06.2021

Sicher auf vier Pfoten durch die Dunkelheit

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

Bei Gassirunden mit deinem vierbeinigen Freund solltest du vor allem bei befahrenen Straßen/Radwegen vorsichtig sein. Schnell übersehen andere Verkehrsteilnehmer gerade Hunde mit einem dunklen Fell, was schlimmstenfalls zu Unfällen führen kann. Um das zu vermeiden und dennoch den Spaziergang in der Dunkelheit zu genießen, kannst du euch etwas vorbereiten.

Hundeverhalten in der Dunkelheit

Das Verhalten der Vierbeiner kann in der Dunkelheit deutlich anders als beim Gassi gehen im Tageslicht sein. Statt freudigem Tippeln, neugierigen Schnüffeln und agilem Toben über die Wiese ist bei Dunkelheit plötzlich alles anders. Ähnlich wie Menschen reagieren einige Hunde bei Dunkelheit zurückhaltend, schreckhaft und verängstigt.

Vor allem, wenn Passanten in der kühlen Jahreszeit noch dicke Kleidung tragen, Mütze oder Schal tief ins Gesicht gezogen haben, kann das in deinem Vierbeiner einen Reflex auslösen, den du so vielleicht noch gar nicht kennst. Hunde, die ihre Herrchen/Frauchen beschützen wollen, fühlen sich durch solche gekleideten Personen oftmals bedroht und gebärden dies durch Knochen, Bellen oder zähnefletschend. In solch einer Situation ist deine Reaktion besonders wichtig: Nimm den Hund fest an die Leine und versuche, ihn durch einen alternativen Trigger aus dieser Situation herauszulösen.

Schreckhafte Hunde in der Dunkelheit: Das kannst du tun

Beim Spazierengehen im Dunkeln erschrecken Hunde häufig, wenn andere durch ihr Auftauchen überrascht werden. Gerade bei dunklen Hunderassen ist es hilfreich, wenn du beispielsweise ein Leuchthalsband für Hunde nutzt, damit dein Vierbeiner auch aus Entfernung wahrgenommen werden kann. Kommt es dennoch zum Schreckmoment, ist deine rasche Reaktion gefragt.

Ziehe den Hund in deine Richtung und sprich ihn mit beruhigenden Worten an. Weißt du bereits vor eurer Gassirunde, dass dein Hund schreckhaft reagiert, lass ihn nicht von der Leine. Um noch deutlicher wahrgenommen zu werden, kannst du das leuchtende Halsband durch eine leuchtende Leine, reflektierende Halstücher oder Hundejacken ergänzen.

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Zeige deinem Hund, wo es langgeht: Taschenlampe als Tipp gegen Dunkelheit

Seid ihr als vier- und zweibeiniges Gespann in der Dunkelheit unterwegs, habt ihr womöglich nicht überall ausreichend Licht. Dein Vierbeiner hat die Möglichkeit, mit seinen Augen optimal im Dunkeln zu sehen. Wir Menschen tun uns damit häufig schwer, brauchen etwas Zeit, bis sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnen und wir uns zurechtfinden.

Auf eurer Spazierrunde in der Dunkelheit kannst du euch den Weg leuchten, im wahrsten Sinne des Wortes. Eine kleine Taschenlampe hilft dabei, dass ihr euch sicher auf zwei und vier Beinen fortbewegt. Vor allem kleine Hunderassen, die durch ihre kürzere Beinlänge näher am Boden sind, werden es dir danken. Auf diese Weise lassen sich Gegenstände (beispielsweise Steine oder Holz) viel besser rechtzeitig erkennen und mühelos übergehen.

Die Taschenlampe hilft dir auch, den Boden auszuleuchten. Wer kennt es nicht: Plötzlich kaut dein Hund genüsslich etwas, das auf dem Boden liegt und häufig lässt sich in der Schnelle gar nicht erkennen, was es war. Bestenfalls ist es etwas, was ungefährlich ist; schlimmstenfalls etwas, das einen sofortigen Tierarztbesuch erfordert. Hast du eine Taschenlampe parat, fällt es leichter, nachzuschauen, was auf dem Boden liegt und den Mundraum zu begutachten.

Tipp: Stirnlampe als Alternative

Möchtest du nicht permanent mit einer Taschenlampe in der Hand durch Dunkelheit spazieren, gibt es auch eine smarte Alternative: Stirnlampen. Sie werden einfach an deinem Kopf befestigt und leuchten die Umgebung mit deiner Kopfbewegung aus. Am besten halten sie, wenn du darunter eine Mütze trägst, denn dann rutscht der Gurt weniger leicht.

Hundesuche in der Dunkelheit: Mit dem GPS-Tracker klappt es leichter

Dein Vierbeiner ist freiheitsliebend und du möchtest ihm auch in der Dunkelheit den Spaß am unangeleinten Spielen, Schnüffeln und Erkunden nicht verderben? Damit du deinen Hund trotzdem jederzeit rasch wiederfindest, ist ein GPS-Tracker hilfreich. Er lässt sich problemlos am Geschirr oder Halsband anbringen und zeigt dir, wo sich dein Hund gerade befindet.

Die meisten dieser Tracker verfügen über eine Echtzeitortung, die mit deinem Smartphone gekoppelt ist. Du aktivierst einfach eine App und kannst in Sekunden sehen, ob dein Hund den Weg zu dir findet oder du in Aktion treten musst.

Dein Hund hat Angst vor Dunkelheit? So kannst du sie ihm nehmen

Ist dein Vierbeiner in der Dunkelheit besonders angsterfüllt und traut sich für sein abendliches Lösen nicht mehr vor die Tür, solltest du aktiv werden. Dieser gestresste Zustand deines Hundes kann sich nachhaltig negativ auf das allgemeine Wohlbefinden und vor allem eure Beziehung auswirken. Damit die Gassirunde in der Dunkelheit für euch beide entspannt wird, kannst du einige Tricks anwenden.

1. Kleine Runden laufen, die ihr tagsüber schon einmal erkundet.

2. Etabliere zunächst die kleineren Runden und vergrößere sie dann nach einigen Tagen schrittweise. Hier ist deine Geduld gefragt, denn dein Hund spürt wie kaum jemand anderes, wenn du ungeduldig bist, was ihn wiederum stresst.

3. Dein Hund hat häufig in der Dunkelheit Angst, wenn du sie auch hast. Viele Menschen mögen ungern in der Dunkelheit spazieren gehen – das spüren Vierbeiner sofort. Hast du ein Problem mit Dunkelheit, solltest du es ebenso wie dein Vierbeiner üben, um euch beiden eine angenehme Abendrunde zu bescheren.

4. Während dem Spaziergang in der Dunkelheit ist dein Vierbeiner vielleicht immer wieder angespannt. Du kannst mithilfe von Leckerlies gegensteuern und ihn belohnen. Hat er eine angsteinflößende Situation gemeistert und sich rasch(er) aus seinem Angstmodus bewegt, belohnst du ihn mit einem Leckerli.

Haftpflichtversicherung, nicht nur für ängstliche Hunde

Nicht nur bei dem Spaziergang in der Dunkelheit und bei ängstlichen Hunden kann hin und wieder etwas passieren. Wenn ein Hund aufgeschreckt wird, rennt er vielleicht in einen Fahrradfahrer oder sogar ein Kfz. Muss der Radfahrer bremsen, kommt dabei zu Fall, verletzt sich oder wird das Rad beschädigt, können hohe Kosten auf dich zukommen. Um das zu vermeiden, solltest du in jedem Fall eine Haftpflichtversicherung für deinen Vierbeiner abschließen. Diese Versicherungen gibt es häufig schon ab wenigen Euro monatlich, aber sie decken genau solche Schadensfälle ab.

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Bannerbild: shutterstock.com / SubertT
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