Do Khyi

Do Khyi Rassebeschreibung: Charakter & Co

Do Khyi Rassebeschreibung: Charakter & Co
Dogs/Active

‚Do Khyi’ heißt ‚angebundener Hund’.

Über die Rasse

Der Do Khyi wird auch Tibetdogge oder Tibetanischer Mastiff genannt. Er wird der FCI-Gruppe 2, Sektion 2.2, das sind Berghunde, zugeordnet.

Obwohl das Aussehen es vermuten lässt, ist die Tibetdogge nicht mit Molossern oder den Doggen verwandt.

Geschichte: der Tibeter

Über Jahrhunderte lebte der Do Khyi mehr oder minder abgeschlossen von der Außenwelt in Tibet, als Wächter von Haus und Hof, bei den Nomaden zusätzlich als Hüter der Herden, bei den Händlern als Beschützer der Karawanen.

Die klimatischen Verhältnisse sind hart, die Aufgaben klar umrissen. Es entstand ein kräftiger Hund mit dichtem Fell als Wetterschutz, der bedächtig reagiert, jedoch jeden Eindringling oder Angreifer unerschrocken in seine Schranken weist. Schon Marco Polo hat ihn beschrieben, und das war immerhin 1271.

In den letzten zwanzig bis dreißig Jahren ist der mächtige Hund aus Tibet jedoch unter anderem in China in Mode gekommen. Durch Einkreuzen von Doggen und auch Mastiffs wurde er zu noch größerer Körpermasse gezüchtet und erzielt horrende Preise. Das Ganze geht jedoch zu Lasten seiner Gesundheit. Die Lefzen schließen nicht mehr, die Augen sitzen oft tief, das Fell wirft Falten, die Gelenke können immer häufiger den Körper nicht tragen.

Bannerbild: Shutterstock / Seregraff
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Alternativer Name Tibetdogge
Herkunft Tibet
Lebenserwartung 12 - 15 Jahre
Pflegeanforderungen pflegeintensiv
Aktivitätslevel hoch
FCI Molossoide
AKC Nicht anerkannt
KC Nicht anerkannt
News/Active

Das Wesen der Tibetdogge: cooler Sturkopf

Die vielen hundert Jahre Wachhund prägen die Tibetdogge noch heute. Wenn dein Do Khyi gut in deiner Familie sozialisiert ist, wird er die Kinder lieben und euch alle beschützen – inklusive eventuell vorhandener anderer Tiere. Die Tibetdogge ist treu und fürsorglich ihrer Familie gegenüber und geduldig zu den Kindern. Fremde wird sie eher als potentielle Angreifer sehen – und von denen lässt sie sich nicht einschüchtern. Tibetdoggen-Rüden können darüber hinaus fremden Rüden gegenüber ausgesprochen dominant auftreten.

Die Tibetdogge ist sehr eigenständig und wird nichts tun, was sie für sinnlos hält. Dabei bleibt sie cool und gelassen. Wenn sie will, kann sie sehr gelehrig sein, aber oft hat sie schon bald keine Lust mehr.

Erziehung: nichts für Anfänger

Die willensstarke Tibetdogge ist kein Hund für Anfänger. Sie braucht einen konsequenten Chef, der immer fair bleibt und Spaß daran hat, mit dem charakterstarken Tier umzugehen. Es braucht Erfahrung und Hundeverstand, um dem intelligenten Hund gerecht zu werden und ihn so zu erziehen, dass er der gutmütige und loyale Hausgenosse wird, der er sein kann. Im Idealfall entsteht eine einzigartige Beziehung. Es empfiehlt sich der Besuch einer kompetenten Hundeschule.

Die Tibetdogge in Mitteleuropa

Schon aufgrund seiner Größe ist der Do Khyi nicht für eine kleine Wohnung geeignet. Er braucht einfach Platz. Zudem braucht er ein Revier, das er beschützen kann. Genial ist ein einzeln stehendes Haus mit großem, sicher umfriedetem Garten.

Das Wachhundleben liegt dem Do Khyi im Blut. Er gibt aber auch einen guten Fährtenhund ab und ist für einige Hundesportarten geeignet, ebenso als Rettungshund. Feingefühl zeigt er als Therapiehund, insbesondere für Kinder. Der Do Khyi braucht regelmäßig Bewegung, allerdings nicht zu schnell und intensiv. Lange Spaziergänge lasten ihn aus.

Charakter

  • beharrlich
  • beschützend
  • durchsetzungsfähig
  • intelligent
  • stur
  • zurückhaltend

Verwendungen

  • Wachhund
  • Hütehund
  • Familienhund
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Tibet

Gesundheit der Tibetdogge

Die Tibetdogge ist ein Spätentwickler. Hündinnen sind erst mit drei Jahren, Rüden mit vier Jahren richtig erwachsen.

Rassespezifische Erkrankungen sind bei dem robusten Hund nicht bekannt. Allerdings können durch Inzucht Probleme entstehen, ebenso wie durch großes Übergewicht.

Auf die Zähne solltest du noch einmal gesondert achten. Entweder du gibst deinem Hund Kausnacks, die seiner Größe und seinem Gebiss entsprechen, oder du putzt regelmäßig seine Zähne.

Was du noch wissen solltest, wenn du eine Tibetdogge kaufen willst

Überlege dir, bevor du einen Do Khyi kaufen willst, ob er zu dir passt. Du solltest Spaß an der Arbeit mit dem charakterstarken Hund haben. Du solltest ihm Rahmenbedingungen wie genügend Platz, eine Aufgabe und einen Bereich, den er beschützen kann, bieten. Bedenke, dass der große Hund den Menschen Respekt einflößt und auch eine Menge Futter braucht.

Im Schweizer Kanton Tessin steht die Tibetdogge auf der Liste potentiell gefährlicher Rassen. Wenn du dir eine Tibet Dogge kaufen willst, solltest du einen seriösen Züchter aufsuchen. Lass dir eine möglichst inzuchtfreie Zucht nachweisen, damit du lange Freude an dem neuen Hausgenossen hast. Wo der Do Khyi außerhalb von Tibet wirklich rein gezüchtet wird, gibt es ein anderes Problem: Der Genpool ist recht klein, so dass es schwierig ist, Inzucht und die damit verbundenen gesundheitlichen Folgen zu vermeiden. In Deutschland betreut der Internationale Klub für Tibetische Hunderassen im VDH die Do Khyi Zucht. Die Welpenzahl ist äußerst niedrig.

Hintergrund
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Ein bisschen sieht der Do Khyi wie eine Mischung zwischen Bär und Löwe aus. Er ist groß und strahlt eine Ruhe und Kraft aus, die an und für sich schon charakteristisch sind. Daneben ist seine spezielle Form des Fellwechsels im Frühjahr rassetypisch. Er stößt dabei die komplette Unterwolle, Teile des Deckhaars und zusätzlich noch die oberste Hautschicht ab. Einige Fakten:

  • Widerristhöhe Rüden über 66 cm, Hündinnen über 61 cm
  • Gewicht um die 60 kg
  • kräftig gebaut
  • Fell einfarbig in diversen Farben wie schwarz, rot, gold in diversen Schattierungen, ein Stern an der Brust und kleine Abzeichen an den Pfoten sind erlaubt
  • starke Unterwolle, festes Deckhaar
  • Fell bildet eine Art Halskrause
  • Körperbau quadratisch
  • starke Nackenpartie
  • kräftiger Kopf
  • Ohren klein, hängend, bei Aufmerksamkeit aufgestellt
  • Gebiss kräftig, Lefzen schließen
  • Rute wird aufgerollt getragen
  • Hund ähnlich Löwe

Das Fell der Tibetdogge ist relativ pflegeaufwändig. Es muss regelmäßig gebürstet werden, im Frühjahr zum Fellwechsel ist das besonders viel Arbeit.

Ansonsten müssen die Hängeohren und die Augen kontrolliert werden, ebenso die Krallen und die Pfoten. 

Das angegebene Höchstalter schwankt von 10 bis 14 Jahren.

Felllänge lang
Fell glatt
Ohrenform Schlappohr
Rute eingerollt
Anatomie stämmig
Größe ♀ 61 - 71 cm
Gewicht ♀ 34 - 54 kg
Größe ♂︎ 66 - 76 cm
Gewicht ♂ 45 - 73 kg
Geeignet für

Farben

schwarz Loh braun gold rot
Hund, Säugetier, Wirbeltier, Hunderasse, Canidae, Riesenhunderasse, Fleischfresser, Neufundland, Sporting Group, Begleithund, Tibetan Mastiff schwarz, große Hunderasse mit viel Fell
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  • Ein Do Khyi oder Tibetdogge kostet ca. 2000 Euro. Der teuerste Hund der Welt ist übrigens auch der Do Khyi, weil er mal für umgerechnet 1.5 Millionen Euro verkauft wurde. Angeblich wäre in ihm Löwenblut und deshalb wurde er so teuer gehandelt.

  • Diese Frage beantwortet sich automatisch, wenn ihr auf dieser Rassebeschreibung gelandet seid. Die Tibetdogge gilt als teuerste Hunderasse der Welt. Sie ist sehr selten und zählt zu den größten Hunderassen der Welt. Oftmals sieht sie aus wie ein Löwe.

  • Die Tibetdogge zählt zu den größten Hunderassen der Welt und kann bis zu 90kg wiegen.

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