Steckbrief & Herkunft
Ein West Highland White Terrier und Coton de Tuléar Mix
Der Weston ist eine noch wenig verbreitete Hybridrasse, die aus der Kreuzung eines West Highland White Terriers (auch Westie genannt) mit einem Coton de Tuléar entstanden ist. Ziel dieser Zucht war es, die typischen Eigenschaften beider Rassen – die fröhliche Energie des Westies und das sanfte, anhängliche Wesen des Coton – in einem kompakten, familienfreundlichen Begleithund zu vereinen.
Die Mischung entstand vermutlich im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte, als das Interesse an sogenannten „Designerhunden“ stieg. Der Weston soll ein pflegeleichtes, allergikerfreundliches Fell, einen ausgeglichenen Charakter und eine moderate Größe mitbringen – ideal für Familien oder Einzelpersonen, die einen aktiven, aber nicht überdrehten Hund suchen.
Kritik am Weston
Wie bei vielen Hybridhunden steht auch beim Weston die Zuchtpraxis in der Kritik. Da der Weston nicht als offizielle Rasse anerkannt ist, fehlen verbindliche Standards für Gesundheit, Wesen und Aussehen. Das bedeutet: Jeder Wurf kann unterschiedlich ausfallen, sowohl optisch als auch charakterlich.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Verantwortung der Züchter. Ohne gezielte Selektion und medizinische Untersuchung der Elterntiere können sich erblich bedingte Krankheiten beider Rassen unkontrolliert weitervererben. Die Idee, dass Mischlinge grundsätzlich gesünder sind, ist nur dann haltbar, wenn die Zucht fachkundig und verantwortungsvoll betrieben wird.
Zudem sehen Tierschutzorganisationen die zunehmende Vermehrung von Designerhunden kritisch – nicht nur wegen möglicher gesundheitlicher Probleme, sondern auch, weil sie oft als Modehunde vermarktet werden, ohne die langfristige Verantwortung zu betonen, die ein Hundeleben mit sich bringt.
Eignung des Weston
Trotz berechtigter Kritik kann der Weston – bei verantwortungsvoller Herkunft – ein ausgezeichneter Begleithund sein. Er eignet sich besonders gut für aktive Familien, Paare oder Alleinstehende, die sich einen anpassungsfähigen, freundlichen und sozialverträglichen Hund wünschen.
Durch den Coton-Anteil bringt der Weston häufig eine anhängliche, verschmuste Seite mit, während der Westie für Lebendigkeit, Spieltrieb und Selbstbewusstsein sorgt. Der Weston ist meist intelligent, lernfreudig und lässt sich gut erziehen – vorausgesetzt, man ist konsequent, geduldig und bietet ausreichend geistige und körperliche Auslastung.
Er kommt sowohl in einer Wohnung als auch in einem Haus mit Garten gut zurecht, solange er genügend Beschäftigung und Nähe zu seinen Menschen hat. Auch für Hundeanfänger ist der Weston – je nach individuellem Temperament – gut geeignet, wenn man bereit ist, sich mit Hundeverhalten und -pflege auseinanderzusetzen.
Alternativer Name | Westie - Coton de Tuléar Mix |
Herkunft | Frankreich - Schottland |
Lebenserwartung | 12 - 17 Jahre |
Pflegeanforderungen | pflegeintensiv |
Aktivitätslevel | niedrig - durchschnittlich |
FCI | Nicht anerkannt |
AKC | Nicht anerkannt |
KC | Nicht anerkannt |
Weitere Coton de Tuléar Mischlinge
Weitere West Highland White Terrier Mischlinge
Haltung, Charakter und Temperament der Rasse
Mögliche Charaktereigenschaften des Weston
Der Weston vereint meist die fröhliche, energiegeladene Art des West Highland White Terriers mit dem sanften, anhänglichen Wesen des Coton de Tuléar. Das Ergebnis ist oft ein lebhafter, intelligenter und menschenbezogener Kleinhund, der sowohl aktiv als auch verschmust sein kann.
Westons zeigen sich häufig neugierig, verspielt und lernbereit. Sie lieben es, im Mittelpunkt zu stehen, und genießen die Nähe zu ihren Menschen. Gleichzeitig bringen sie oft eine gute Portion Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein mit – ein Erbe des Westies.
Typisch für den Weston ist sein ausgeglichenes Temperament: Er kann sich gut an den Alltag seiner Bezugspersonen anpassen, ist gern unterwegs, aber auch zufrieden, wenn er einfach dabei sein darf. Mit anderen Hunden ist er meist gut verträglich, solange er frühzeitig sozialisiert wurde.
Seine Intelligenz macht ihn zu einem dankbaren Trainingspartner, allerdings braucht er klare Grenzen und liebevolle Konsequenz, da er auch zu Sturheit neigen kann. Langeweile sollte vermieden werden, da sie zu unerwünschtem Verhalten führen kann.
Charakter
Verwendungen
Mögliche Erkrankungen des Weston
Auch wenn Mischlinge wie der Weston oft als robuster gelten, können sie genetisch bedingte Krankheiten beider Elterntiere erben. Eine verantwortungsvolle Zucht ist deshalb entscheidend, um gesundheitliche Risiken zu minimieren.
Mögliche Erkrankungen beim Weston können sein:
Allergien und Hautprobleme, vor allem wenn empfindliche Haut vom Westie vererbt wird.
Patellaluxation (eine instabile Kniescheibe), die bei kleinen Hunderassen häufiger vorkommt.
Zahnprobleme, vor allem bei enger Zahnstellung und kleiner Kieferform.
Augenerkrankungen, darunter trockene Augen, Lidentzündungen oder Tränenfluss.
Herzprobleme, wie sie beim Coton de Tuléar gelegentlich auftreten.
Gehörprobleme, vor allem bei Zuchtlinien mit weißen Elterntieren.
Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, Zahnpflege, eine ausgewogene Ernährung und angemessene Bewegung tragen viel dazu bei, den Weston gesund zu halten.
So kann ein Weston aussehen
Das Erscheinungsbild des Weston kann variieren, bewegt sich aber meist im Bereich eines kleinen bis mittelgroßen Hundes mit einem Gewicht von etwa 5 bis 9 Kilogramm und einer Schulterhöhe von 25 bis 30 Zentimetern.
Der Körperbau ist meist kompakt, kräftig und gut proportioniert, mit eher kurzen Beinen und einem aufrechten, wachsamen Gang. Die Kopfform kann sowohl die rundere Silhouette des Cotons als auch den typischen Ausdruck des Westies annehmen. Die Ohren sind meist dreieckig und hängend oder halbaufgerichtet.
Besonders auffällig ist das Fell: Es ist in der Regel weich, dicht und mittellang, oft mit einer leicht gewellten oder fluffigen Struktur – eine Mischung aus dem typischen Baumwollfell des Cotons und dem raueren Haarkleid des Westies. Viele Westons gelten als pflegeleicht und kaum haarend, benötigen aber regelmäßiges Bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden.
Die Fellfarbe ist oft weiß, kann aber auch cremefarben oder mit beigen, grauen oder sandfarbenen Abzeichen durchsetzt sein – je nach genetischer Mischung. Auch dunkle Augen und eine schwarze Nase verleihen dem Weston ein freundliches, offenes Erscheinungsbild.
Insgesamt wirkt der Weston wie ein lebendiger, freundlicher Kleinhund mit Charme und Persönlichkeit – ein charismatischer Begleiter für viele Lebenslagen.
Felllänge | lang - mittel |
Fell | wellig - glatt |
Ohrenform | Schlappohr - Stehohr |
Rute | gefächert - kurz |
Anatomie | zierlich, robust |
Größe ♀ | 23 - 28 cm |
Gewicht ♀ | 4 - 7 kg |
Größe ♂︎ | 26 - 28 cm |
Gewicht ♂ | 4 - 10 kg |
Geeignet für | Allergiker, Anfänger, Kinder, Senioren und Seniorinnen, Kinder |
Bekannte Krankheiten
Übergewicht
Oftmals leider die Hunde sehr unter Übergewicht. Schuld daran, sind die Hunde selbst aber nie!
Patellaluxation
Als Patellaluxation bezeichnet man eine Verlagerung der Kniescheibe, die bei Hunden zu den häufigsten Ursachen von Lahmheit zählt.
Gebiss Fehlstellungen
Fehlstellungen des Gebisses treten häufig bei Hunden mit kurzer Schnauze auf.
Kniescheibenprobleme
Als Patellaluxation bezeichnet man eine Verlagerung der Kniescheibe, die bei Hunden zu den häufigsten Ursachen von Lahmheit zählt.
Zahnstein
Wenn Hunde kein gutes Futter oder zuckerhaltiges Futter bekommen, kann schnell Zahnstein auftreten.
FAQ
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Ein West Highland White Terrier und Coton de Tuléar Mix ist eine Kreuzung zwischen zwei beliebten Hunderassen, dem West Highland White Terrier und dem Coton de Tuléar.
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West Highland White Terrier und Coton de Tuléar-Mischlinge können unterschiedlich aussehen, je nachdem, welcher Elternrasse sie mehr ähneln. Im Allgemeinen handelt es sich jedoch um kleine bis mittelgroße Hunde mit einem weichen, flauschigen Fell. Sie können die charakteristische Westie-Gesichtszeichnung oder ein eher "normal" aussehendes Gesicht haben.
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West Highland White Terrier und Coton de Tuléar-Mischlinge sind in der Regel freundliche und gutmütige Hunde. Sie haben zwar ein hohes Energielevel und brauchen viel Auslauf, sind aber in der Regel auch sehr liebevolle und anhängliche Hunde.
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West Highland White Terrier und Coton de Tuléar-Mischlinge brauchen tägliche Bewegung und regelmäßige Pflege. Sie sollten mehrmals pro Woche gebürstet werden, um zu verhindern, dass ihr Fell verfilzt oder verknotet wird.
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Ja, West Highland White Terrier und Coton de Tuléar-Mischlinge sind großartige Familienhunde. Sie kommen in der Regel gut mit Kindern und anderen Haustieren zurecht und sind treue, liebevolle Begleiter.