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Tipps zur Hundehaltung 01.06.2021

Hundegesetz in Nordrhein-Westfalen

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

Vorgaben des Hundegesetzes

Vor der Anschaffung eines Hundes solltest Du dich bei deiner Zuständigen Behörde über die Vorgaben und Gesetze, die in Nordrhein-Westfalen und in deiner Stadt gelten, ausreichend informieren. Dies ist wichtig um Strafen und Bußgelder zu vermeiden. 

Im Landeshundegesetz werden zunächst grundlegende Dinge im Umgang mit Hunden geregelt:

  • Pflicht zur Vermeidung gefährlicher Situationen durch den eigenen Hund
  • Anleinpflicht an öffentlichen Orten und bei Veranstaltungen (ausgenommen sind Hundewiesen)
    • Parks und Gehwege
    • Bahnhöfe
    • Fußgängerzonen
    • Wandergebiete
    • Menschenansammlungen
    • Innenstädte
    • Öffentliche Gebäude (Kindergarten, Schule)
  • Verbot von Aggressionsausbildung hinsichtlich Hundekämpfen, Zucht und Kreuzung gefährlicher Rassen
Hundegesetze in Deutschland shutterstock.com / Saklakova

Haltung von Listenhunden

Des Weiteren sind im Landeshundegesetz auch die Anforderungen zur Haltung von Listenhunde in NRW aufgeführt. Zu den Listenhunden gehören zum Beispiel Pitbull Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier oder Staffordshire Bullterrier. Diese Hunde können wegen ihrer enormen Beißkraft, Muskulatur und ihrer Körpergröße sowie dem Gewicht gefälliger werden als andere Hunde. Zudem neigen diese Hunde bei falscher Erziehung eher zu aggressiven Verhalten als andere Rassen. Die Haltung eines Listenhundes in Deutschland unterliegt daher bestimmten Vorschriften und Einschränkungen:


  1. Volljährigkeit des Halters
  2. Sachkundenachweis zur Hundehaltung
  3. Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnis
  4. Ausbruchssichere Unterbringung muss gewährleistet werden
  5. Haftpflichtversicherung
  6. Der Hund muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden

Für die Haltung eines Listenhundes gelten auch folgende Vorgaben:

  • Anleinpflicht außerhalb des privaten Grundstückes
  • Maulkorbpflicht (einige Städte erteilen unter bestimmten Umständen eine Ausnahme)
  • Mehrere Listenhunde dürfen nicht zur gleichen Zeit gehalten werden
  • Mitteilungspflicht bei Abgabe des Hundes an einen anderen Besitzer oder bei Umzug
  • Feste Hand des Halters ist notwendig

Durch einen Wesenstest, bei dem nachgewiesen werden muss, dass der Hund kein aggressives Verhalten zeigt, kann die Maulkorbpflicht und die versschärfte Leinenpflicht für Listenhunde in Nordrhein-Westfalen aufgehoben werden. Nach dem Bestehen des Wesenstests dürfen die Hunde ohne Maulkorb geführt werden und an allen Orten abgeleint werden, wie auch alle anderen Hunde.

Haltung von großen Hunden

Auch bei der Haltung von großen Hunden gelten besondere Vorschriften. Diese sind allerdings nicht so umfangreich, wie bei der Haltung eines Listenhundes. Ein Hund wird als „großer Hund“ eingestuft, wenn er entweder eine Widerristhöhe von mindestens 50 cm erreicht, oder ein Gewicht von mindestens 20 kg. In diesem Falle gibt es auch hier einige Besonderheiten, die du beachten solltest:

  • Die Hundehaltung muss beim Ordnungsamt angemeldet werden
  • Ein Sachkundenachweis muss erbracht werden
  • Ein polizeiliches Führungszeugnis muss vorgelegt werden
  • Eine Haftpflichtversicherung für den Hund ist zwingend abzuschließen

Hundesteuer in NRW

Des Weiteren gilt innerhalb von Deutschland die Hundesteuer. Das bedeutet, dass du die Haltung deines Hundes bei deiner Stadt oder Gemeinde mitteilen musst. Regelmäßige Kontrollen werden durchgeführt und hohe Strafen werden fällig, wenn du keine Hundesteuer zahlst. 

Die Höhe der Hundesteuer ist von deiner Region abhängig. Im Durchschnitt beträgt sie 80- 90 € im Jahr für Hunde. Bei den Listen- und Kampfhunden ist die Steuer deutlich höher. Sie beträgt dann durchschnittlich 150-200 Euro im Jahr. Die Steuer wird für jeden weiteren Hund im Jahr teuer.

Bannerbild: shutterstock.com / KA_Richer5171321
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