Patterdale Terrier Welpe schwarz, Hund ähnlich Labrador
Tipps zur Hundehaltung 10.09.2021

Vom Laien zur professionellen Hundefotografie

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

Hundefotografie für Anfänger 

Porträtfotografie oder Actionbild

Bei der Hundefotografie kann man wie bei uns Menschen auch zwischen unterschiedlichen Aufnahmen unterscheiden:

Hundeporträts

Dieses Bild wird meist in einer bestimmten Pose abgelichtet, die typisch für das Tier ist. Bei einem Porträt soll der Charakter eingefangen und eine Wirkung ausgestrahlt werden. Daher liegt der Fokus meist auf dem Gesicht, welches frontal, von der Seite oder im Dreiviertelprofil abgelichtet wird.

Je nach Hund und Halter bieten sich unterschiedliche Fotos an. Für Einsteiger und ältere Hunde kann eine ruhigere Pose einfacher sein. Schläft der Hund beispielsweise, hält er still. So kannst du die Beleuchtung und den Hintergrund anpassen und in Ruhe verschiedene Perspektiven und Schärfen ausprobieren.

Actionfotos

Hier ist Bewegung angesagt! Es gilt, den Vierbeiner in Aktion einzufangen. Bei dieser fortgeschrittenen Aufnahme spielen Unschärfe eine ebenso große Rolle wie das Knipsen im idealen Augenblick. Dabei bietet sich beispielsweise der Sportmodus der Kamera an.

So kann man bei apportierfreudigen Hunden beispielsweise einen Stock werfen, in die Hocke gehen und das Tier beim Zurückrennen fotografieren.

Details hervorheben

Es muss nicht immer der ganze Körper sein. Details bieten sich ebenfalls zum Fotografieren an. So können einerseits die Hundeaugen in den Fokus rücken. Darüber hinaus können auch die Pfoten, die Schnauze oder der freudig wedelnde Schwanz zu entzückenden Aufnahmen führen.

Dies erfordert aber ein gutes Timing sowie etwas Geschick. Wenn der Vierbeiner gerade einen Rappel hat und Spielen möchte, ist eine gelungene Detailaufnahme schwierig umzusetzen. Hier ist eher ein Actionfoto gefragt.

Hund, Wirbeltier, Canidae, Säugetier, Hunderasse, Fleischfresser, Sporting Group, Beagle mit hellem Feld macht Männchen vor weißem Hintergrund shutterstock.com / Vivienstock

Position

Hunde sind keine Models. Manche Vierbeiner sind besonders fotogen, sodass viele Schnappschüsse zu richtig guten Aufnahmen werden können. Bei anderen bietet es sich an, das Tier mittels Helfer, Spielzeug oder Leckerli in die gewünschte Haltung zu dirigieren.

Je besser man seinen Hund kennt und umso besser dieser hört, desto einfacher ist eine Kooperation. Manchmal hat der Vierbeiner aber einfach keine Lust, die Traumpose einzunehmen. Nun ist es an dir, das beste aus der Situation zu machen und deine eigene Position zu verändern.

Drinnen oder Draußen

Die Ortswahl ist ein wichtiger Bestandteil des Bildes. So können im Außenbereich beispielsweise lichte Wälder eine ebenso gute Atmosphäre erzeugen, wie der farbenfrohe Hintergrund einer Bergkulisse oder einer bunten Blumenwiese.

In der Stadt bieten Sehenswürdigkeiten wie Schlösser ebenso einen Hingucker wie bunte Wände oder schmale Gassen. Bei der Entscheidung ist es wichtig, dass die Fellnase mit der Umgebung vertraut ist und sich dort wohlfühlt.

Ein Bild mit Hund ohne Leine wirkt natürlich und frei. Dabei solltest du deinen Vierbeiner allerdings gut kennen. Wenn der Rückruf sitzt und dein Hund keinen starken Jagdtrieb hat, ist ein Foto ohne Leine an zugelassenen Stellen möglich. Ansonsten bietet es sich an, zuerst an der Hundeerziehung zu arbeiten, bevor ihr im Freien ohne Sicherung loslegt.

Bilder sind natürlich auch in der Wohnung möglich. Innerhalb des Raumes lässt sich das Licht besser steuern. Zudem sind keine Ablenkungen vorhanden. Der passende Hintergrund sollte dabei einen Kontrast zu dem Vierbeiner ermöglichen.

Beleuchtung

Licht ist ein wichtiges Mittel von Fotografen, um ihre Models in Szene zu setzen. Dabei solltest du im Freien einen wolkenlosen Himmel mit strahlender Sonne vermeiden. Diese wirft harte Schatten und verstärkt die Konturen. Das kann furchteinflößend und unvorteilhaft wirken. Zugleich kann Sonne schnell zu Ermüdungen führen.

Bessere Bilder entstehen bei bewölktem Himmel, am Morgen oder Abend oder an schattigen Stellen. Dabei sollte eine möglichst große Fläche im Schatten liegen, um helle Flecken auf dem Bild und Hund zu vermeiden. Zu dunkel sollte es dabei aber nicht sein, sonst leidet die Bildqualität.

Nun gilt es, mit dem Licht zu spielen: Bewusste Gegenlichtaufnahmen beim Sonnenuntergang oder weichem Sommerlicht können ebenso gelingen, wie das klassische Licht im Rücken des Fotografen.

Das Licht eines Fensters kann eine besondere Tiefe im Raum und dynamische Bilder mit einem hohen Kontrast aus hellem Vordergrund und dunklem Hintergrund erzeugen.

Hund, Säugetier, Wirbeltier, Hunderasse, Canidae, Welpe, Beagle, Fleischfresser, Beaglier, Taschenbeagle, glücklicher gefleckter Beagle Welpe liegt auf Holzboden shutterstock.com / Sigma_S

Alles eine Frage der Perspektive

Grundsätzlich bieten sich bei Fotos auf Augenhöhe an. Damit vermeidest du ungewollte Verzerrungen wie eine zu lange Schnauze etc. Augenhöhe bedeutet dabei nicht, dass du frontal fotografieren musst. Lass deiner Kreativität freien Lauf und fotografiere seitlich, mit etwas Abstand oder aus einem Busch heraus. Dabei kannst du den Abstand zwischen dir und deinem Hund verändern.

Wenn du aber lieber den berühmten Hundeblick einfangen möchtest, kannst du dein Tier auch vor dir sitzen und zu dir aufschauen lassen. Aus dieser sogenannten Vogelperspektive erreichst du eine perspektivische Verzerrung, durch die der Kopf deines Vierbeiners in den Fokus rückt.

Motivation und Bindung

Die beste Location mit gutem Licht taugt wenig, wenn dein Hund nicht motiviert oder gestresst ist. Arbeite daher mit positiver Bestärkung und Enthusiasmus. Wenn du begeistert bist, färbt das auf deinen Vierbeiner ab.

Hektik und Stress entstehen durch Unsicherheit. Dies können neue Orte, ungewohnte Geräusche, Lärm oder Menschen sein. Daher ist es von Vorteil, deine Fellnase mit der Umgebung vertraut zu machen oder bekannte Orte zu wählen.

Pausen und kurze Fotozeiten helfen dabei, euch zu fokussieren und zu regenerieren. Ein Freund kann dir bei den Aufnahmen helfen und beispielsweise Geräusche neben dir machen, damit dein Hund in seine Richtung blickt.

Das Shooting soll dir und deinem haarigen Liebling Spaß machen. Sobald du dich verkrampfst oder starr ein bestimmtes Bild aus deiner Vorstellung umsetzen möchtest, merkt dein Hund das und spannt sich ebenfalls an. Lob, Leckerlis, Geduld und Spiel halten die Stimmung aufrecht, belohnen den Hund und schaffen eine ungezwungene Atmosphäre.

Nachbearbeitung

Für einen professionellen Fotografen beginnt nach dem Shooting ein Großteil der Arbeit. Mittels eines Bildbearbeitungsprogramms lassen sich mit wenigen Klicks Helligkeiten, Kontraste, Farben und vieles mehr ändern, um beispielsweise einen dynamischen Effekt zu erzielen.

Durch einen Weichzeichner lässt sich der Hintergrund unscharf machen, die Sättigung verstärkt die Farbintensität. Filter können das Foto beispielsweise im Stil einer Zeichnung, eines Drucks oder einer Malerei erscheinen lassen. Die Möglichkeiten sind groß und machen aus so manchem Schnappschuss eine hochwertige Fotografie.

Hund, Säugetier, Wirbeltier, Hunderasse, Canidae, Beagle, Beagle-Harrier, Fleischfresser, Schnauze, braun-weißer Beagel von vorne vor schwarzem Hintergrund shutterstock.com /
Bannerbild: shutterstock.com / Sorrel Ireland
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