Jämthund

Jämthund Rassebeschreibung: Charakter & Co

Jämthund Rassebeschreibung: Charakter & Co
Dogs/Active

Der Jämthund - schwedisches Kraftpaket

Der schwedische Hund wird auch schwedischer Elchhund genannt. Der Name ist Programm: Er wurde für die Jagd auf Elche gezüchtet.

Über die Rasse 

Der Jämthund gehört zur FCI-Gruppe 5, den Spitzen und Hunden vom Urtyp; dabei wird er der Sektion 2, den nordischen Jagdhunden, zugerechnet. Er ist der größte der nordischen Jagdhunde.

Die Geschichte: seit über tausend Jahren Jagd

Der Jämthund stammt ursprünglich aus Schweden. Dort wurde er zur Jagd auf Elche, aber durchaus auch auf Bären und Luchse, eingesetzt. Im Jämtland soll er schon seit über tausend Jahren bekannt sein und bereits mit den ersten Siedlern auf die Jagd gegangen sein. 

Allerdings galten die nordischen Elchhunde lange als eine Rasse mit verschiedenen Ausprägungen. Erst 1946 wurden sie aufgeteilt in den schwedischen Elchhund (Jämthund), den grauen norwegischen Elchhund und den schwarzen norwegischen Elchhund.

Heute ist er der schwedische Nationalhund. Er wird immer noch gerne bei der Jagd eingesetzt, ist aber auch darüber hinaus beliebt und bekannt. Er wird als Gebrauchs- und Begleithund eingesetzt.In Deutschland ist er noch sehr selten.

Bannerbild: Shutterstock / BMJ
Hund, Säugetier, Wirbeltier, Canidae, Hunderasse, xtgrau schwarzer norwegischer Elchhund vor schwarzem Hintergrund, Fleischfresser, Schnauze
Alternativer Name Schwedischer Elchhund
Herkunft Schweden
Lebenserwartung 10 - 15 Jahre
Pflegeanforderungen pflegeleicht
Aktivitätslevel hoch
FCI Nordische Jagdhunde
AKC Nicht anerkannt
KC Nicht anerkannt
News/Active

Das Wesen: eine starke Persönlichkeit

Der Jämthund ist eine ausgesprochen starke Persönlichkeit. Das liegt an dem Einsatz, für den er seit Jahrhunderten eingesetzt wird. Er jagt eigenständig, doch im Kontakt zu seinem Hundeführer.

Dementsprechend ist der schwedischen Elchhund ausgesprochen eigenständig und selbstständig, dabei ein starker Charakter.

Blinder Gehorsam liegt ihm gar nicht. Daneben hat er einen starken Freiheitsdrang sowie einen ausgeprägten Jagdtrieb. Der Jämthund ist mit Sicherheit kein Hund für Anfänger.

Erziehung: nichts für Anfänger

Wer einen Jämthund Welpen kauft, sollte früh mit der Sozialisierung beginnen. Die Erziehung braucht eine Menge Geduld, immer wieder Fingerspitzengefühl und gute Einfälle, um dem Hund, der so eigenständig ist, die Übungen, die man von ihm will, schmackhaft zu machen. Der Besuch einer Hundeschule ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Mit der nötigen Erfahrung, viel Konsequenz und Geduld lässt sich der Jämthund nicht nur zum Stöberhund ausbilden, sondern genauso zum Rettungshund, zum Hütehund oder zum Wachhund.

Haltung des schwedischen Hundes

Der bewegungsfreudige Jämthund braucht richtig viel Auslauf. In einer engen Wohnung ist er nicht gut aufgehoben – ein großer Garten, in dem er sich frei bewegen kann, ist deutlich besser. Dazu braucht er noch viel Auslauf und körperliche und geistige Auslastung. Neben langen Spaziergängen – gerne auch Radtouren oder Reittouren – braucht er eine Aufgabe. Wenn er nicht als Jagdhund ausgebildet werden soll, sollte er eine andere Ausbildung erhalten oder im Hundesport eingesetzt werden.

Wenn er gut ausgelastet ist, kann er nebenbei zu einem guten Familienhund werden, der Kinder und auch andere Haustiere akzeptiert.

Da er sehr unabhängig ist, kann der Jämthund gut allein bleiben. Dann wird er sich auf seine Rolle als Wachhund besinnen.

Charakter

  • agil
  • eigenständig
  • energisch
  • loyal
  • ruhig
  • tapfer

Verwendungen

  • Hütehund
  • Arbeitshund
  • Jagdhund
  • Rettungshund
Schweden

Gesundheit: der Robuste

Rassespezifische Erkrankungen sind beim robusten Jämthund nicht bekannt. Bei nicht ausreichender Auslastung und falscher Fütterung kann er Übergewicht entwickeln.

Dem Jämthund wird eine Lebenserwartung bis 15 Jahre nachgesagt.

Pflege eines Elchhundes: unkompliziert

Der Jämthund ist relativ pflegeleicht. Sein Fell muss regelmäßig gebürstet oder gestriegelt werden, im Fellwechsel täglich. Hinzu kommen die bei jedem Hund nötigen regelmäßigen Kontrollen von Ohren und Augen, Pfoten und Krallen. Die Zähne verlangen ebenfalls Aufmerksamkeit. Entweder bekommt euer Jämthund Futter, das die Zähne reinigt, oder ihr putzt ihm regelmäßig die Zähne mit einer Hundezahnbürste.

Was ihr sonst noch wissen solltet

Überlegt euch gut, ob ihr einem Jämthund das bieten könnt, was er braucht: Freiheit, Konsequenz, Arbeit, Bewegung …

Wenn ihr euch für einen schwedischen Elchhund entscheidet, achtet darauf, dass dieser gut sozialisiert ist.

Dann kann der starke Hund zu einem Freund fürs Leben werden.

Hintergrund
Jämthund Rassebeschreibung, Hund ähnlich Husky

Nachdem die Welpen noch ein wenig an Teddybären wie Teddybären aussehen, erinnert das Äußere des ausgewachsenen schwedischen Elchhunds eher an einen Wolf.

  • Rüde 57 bis 65 cm Höhe, Hündin 52 bis 60 cm
  • Gewicht 29,5 bis 30,5 kg
  • kraftvolle Statur
  • Ohren hoch angesetzt, spitz, länger als breit, innen behaart
  • stark und ausdauernd
  • Rute mittellang, wird aufgerollt über dem Rücken getragen
  • rechteckiger Körperbau
  • graues, grobes, wetterdichtes Fell mit cremefarbener, dichter Unterwolle. An einigen Stellen cremefarbene Flecken möglich
Felllänge mittel
Fell glatt
Ohrenform Stehohr
Rute eingerollt
Anatomie massiv, kräftig
Größe ♀ 52 - 60 cm
Gewicht ♀ 29 - 30 kg
Größe ♂︎ 57 - 62 cm
Gewicht ♂ 20 - 30 kg
Geeignet für

Farben

grau schwarz-silber
  • Übergewicht

    Oftmals leider die Hunde sehr unter Übergewicht. Schuld daran, sind die Hunde selbst aber nie!

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