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Hundegesundheit 01.06.2021

Können Hunde schwitzen? Tipps gegen Überhitzung beim Hund

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

Können Hunde schwitzen? Antwort und Tipps gegen Überhitzung beim Hund

Das Thema "schwitzen Hund" ist für Hundebesitzer immer wieder ein wichtiges Thema. Schweiß hat die Aufgabe den Organismus bei höheren Temperaturen oder körperlicher Belastung abzukühlen, damit der Körper nicht überhitzt. Die Abgabe von Körperwärme funktioniert bei Hunden anders als beim Menschen.

Wie schwitzen Hunde?

Hunde besitzen lediglich eine kleine Anzahl von Schweißdrüsen an den Pfotenballen. Dazu führt auch der bei vielen Hunden bekannte Geruch an den Pfoten. Das Schwitzen in diesem Bereich ist jedoch nur gering und nicht ausreichend. Primär erreichen die Caniden die Wärmeabgabe jedoch durch Hecheln. Zusätzlich werden die Blutgefäße erweitert, auch Vasodilatation genannt, die die Haut rot färbt. Dabei gelangt das erwärmte Blut an die Hautoberfläche, um dort abkühlen zu können. Schließlich wird es wieder zum Herzen gepumpt. Vermutlich stellt die Vasodilatation die zweitwichtigste Möglichkeit der Wärmeabgabe bei Hunden nach dem Hecheln dar.

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Überhitzung beim Hund: Symptome

Die Symptome einer Überhitzung beim Hund können sich auf mehrfache Art zeigen. Seid ihr mit eurem Vierbeiner sportlich unterwegs oder ist es schlichtweg heißes bzw. schwülwarmes Wetter, steigt die Körpertemperatur. Folgende Veränderungen sind möglich: 

  • Euer Hund hechelt sehr stark.
  • Euer Hund fühlt sich warm an. 
  • Die Haut färbt sich rot. Dies betrifft insbesondere die Bereiche der Ohren, des Unterbauchs, der Schnauze und des Zahnfleisches.
  • Zähflüssiger Speichel fließt aus dem Maul. 
  • In seltenen Fällen: ein merklichen Schwitzen der Pfoten.

Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Hunde können aufgrund ihrer verminderten Fähigkeit zu schwitzen, schnell überhitzen. Es gibt einige Hunde, bei denen die Gefahr übermäßig hoch ist:

- bei kranken bzw. chronisch kranken Hunden 

- bei einer Erkrankung der Atemwege 

- bei alten Hunden.

Es gibt Hunde, die besonders schnell schwitzen. Dazu gehören dunkelhaarige, insbesondere Hunde mit schwarzem Fell. Bei übergewichtigen Hunden sorgt die zusätzliche Isolierung durch das Fett zu vermehrtem Schwitzen. Aufpassen solltet ihr besonders dann, wenn euer Hund schon einmal einen Hitzschlag hatte. Zusätzlich gefährdet sind Caniden mit einer Kehlkopflähmung oder brachycephale Hunde, die zumeist rassebedingt einen kurzen bzw. runden Hirnschädel aufweisen. Dazu gehören u. a. 

  • Pekinesen 
  • Shih-Tzus 
  • Boxer 

Hund kühlen

Diese Tipps können helfen, um eine Überhitzung beim Hund zu vermeiden:

  1. In den Sommermonaten solltet ihr sportliche Aktivitäten mit eurem Vierbeiner in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen. 
  2. Der Spaziergang mit hitzeempfindlichen Hunden sollte in diese Tageszeiten verschoben werden.
  3. Sorgt bei starker Sonneneinstrahlung für ausreichend Schatten.
  4. Gebt eurem Vierbeiner genügend Wasser. 
  5. Sorgt für Abkühlung von außen. Das Bad in einem Fluss oder See unterstützt die Wärmeregulierung. Hunde, die das Wasser meiden, könnt ihr mit etwas Wasser an den Läufen, der Brust, dem Bauch und dem Kopf etwas Abkühlung verschaffen. 
  6. Hunde, die ihr Spielzeug gerne im Maul herumtragen, können unterstützt werden, indem ihr das Spielzeug an euch nehmt. So kann euer Hund besser hecheln und die Körperwärme nach außen abgeben.
  7. Lasst euren Hund im Sommer niemals im Auto!
Bannerbild: shutterstock.com / MrKawa
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