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Tipps zur Hundehaltung 11.07.2021

Muss ich meinen Hund baden?

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

Muss ich meinen Hund baden? Was du über Hunde Duschgel und Hundeshampoo wissen musst

Beim Baden des Hundes gilt - so oft wie nötig, aber so selten wie möglich. Wälzt euer Hund sich beispielsweise in Kuhmist, so führt an einem Bad meistens kein Weg vorbei. 

Zu oft solltet ihr euren Hund allerdings nicht baden, denn dies beeinträchtigt den natürlichen Schutzfilm seiner Haut. Das richtige Baden kann allerdings auch die Blutzirkulation des Hundes anregen und sein Fell pflegen. 

Wie oft solltet ihr euren Hund baden?

Wie oft man einen Hund baden solltet - haben wir schon einmal genau geschrieben, aber wir gehen hier auch noch einmal kurz näher darauf ein. Von Natur aus benötigt ein Hund ein Bad nicht. Sein Haarkleid schützt ihn vor sämtlichen Umwelteinflüssen, es weist Schmutz und Nässe ab. Die darunter befindliche Haut des Hundes verfügt ebenfalls über eine Schutzschicht aus Fett bzw. Talk. 

Nötig hat euer Hund ein Bad also eigentlich nie. Ist er allerdings so dreckig, dass er nicht mehr anders sauber wird, habt ihr keine andere Wahl, als ihn zu baden. Dann solltet ihr es allerdings unbedingt richtig machen.


Welpen hingegen sollten wirklich gar nicht gebadet werden. Die Schutzschichten aus Fett und Haut sind bei ihnen noch nicht richtig ausgebildet. Sie trocknen somit leicht aus, beginnen zu schuppen und bieten so Parasiten und Pilzinfektionen den idealen Nährboden. 

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Hundegerechtes Baden

Bei vielen Hunden ist das Baden harte Arbeit, denn sie mögen es gar nicht. Wichtig ist darauf zu achten, dass das Wasser nicht zu heiß oder zu kalt ist und der Duschstrahl nicht zu hart ist. 

Des Weiteren sollte ein Hundeshampoo genutzt werden, welches idealerweise mild ist und keine Duftstoffe enthält. Hunde haben einen guten Geruchssinn und würden sich an den Duftstoffen stören. Das eigene Shampoo sollte niemals verwendet werden. Shampoos für Menschen enthalten chemische Stoffe. Der natürliche Säureschutz des Hundes wird von diesen angegriffen. Deshalb für den Notfall immer ein Hundeshampoo bereit halten. 

Für die Badewanne bestenfalls eine rutschfeste Unterlage aus Gummi besorgen, so kann der Hund nicht ausrutschen und hat einen sicheren Stand. Wichtig ist auch ein großes Handtuch und natürlich Leckerlies

Schrittweise: das richtige Baden

  1. angenehme Wassertemperatur einstellen, den Wasserstrahl angenehm und nicht zu hart einstellen
  2. euren Hund von den Pfoten aufwärts nass machen (Kopf und Ohren zuerst auslassen)
  3. sanftes Shampoonieren des Hundes, dabei leicht massierend 
  4. Abspülen
  5. jetzt vorsichtig den Kopf nass machen (besondere Vorsicht, da Wasser in Augen und Ohren gefährlich für den Hund ist)
  6. vorsichtig den Kopf mit einer kleinen Menge Shampoo behandeln und gleich vorsichtig abspülen
  7. nasse Fell direkt in der Badewanne mit einem Handtuch trocken reiben
  8. danach den Hund aus der Wanne und sich richtig abschütteln lassen
  9. an einem warmen Platz trocknen lassen
  10. Bürsten erst, wenn das Fell komplett trocken ist

Wenn ihr euch an diese Tipps haltet, wird das Baden des Hundes für euren Liebling deutlich angenehmer. Er lässt es sich so leichter gefallen und so wird es auch für euch selbst einfacher. 

Grundsätzlich euren Hund aber nicht zu oft baden, sondern nur dann, wenn es unbedingt nötig ist. Dabei auf jeden Fall Hundeshampoo verwenden und nicht der Einfachheit halber das eigene Shampoo. Einfach einmal eine Flasche mildes, geruchsneutrales Hundeshampoo kaufen und im Regal für den Notfall bereit stellen. Dieser wird sicher kommen. 


Abschluss: Bitte bitte nicht diese neuen "Hunde Waschmaschinen" oder Hunde Waschanlage ähnlich einer Autowaschanlage / Waschstraße ausprobieren. Das ist wirklich keine gute Idee und aus unserer Sicht auch Tierquälerei. Das kann arge Panikattacken und Angststörungen beim Tier auslösen und muss einfach wirklich nicht sein.

Bannerbild: shutterstock.com / Masarik
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