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Hundegesundheit 12.10.2021

Augenausfluss (Epiphora) beim Hund - Ursachen, Bekämpfung

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

Augenausfluss beim Hund

Tränende Augen bei Hunden sind nicht selten. Einige Rassen haben sogar aufgrund anatomischer Merkmale eine Veranlagung dafür. Nicht selten sind tränende Augen allerdings ein Anzeichen für weiterführende Entzündungen des Auges. Aus diesem Grund solltet ihr diese Symptome nicht einfach ignorieren, sondern genauer untersuchen. Im folgenden Beitrag bekommt ihr einen Überblick über diverse Ursachen tränender Augen, was dahinter steckt und welche Behandlungsmethoden es gibt.

Grundlagen und Ursachen von Augenausfluss

Tränen die Augen eines Hundes wird dies auch Epiphora genannt und bezeichnet grundsätzlich die übermäßige Absonderung eines wässrigen Sekrets des betroffenen Auges. Der Ausfluss kann entweder wässrig und klar erscheinen, in manchen Fällen aber auch gelblich-eitrig bis schleimig weiß. Grundsätzlich erkennt ihr eine solche Erkrankung durch die Tränenstraße oder Sekretrinne, die sich unterhalb des betroffenen Auges befindet. Aber auch das feuchte Fell rund um das Auge kann auf Augenfluss hindeuten.

tränendes Auge beim Hund

Die Ursachen für Epiphora können ganz unterschiedlich sein, da Symptome dieser Art häufig bei Erkrankungen an den Augen auftreten. In manchen Fällen können allerdings auch Staub oder reizende Substanzen zu tränenden Augen führen. Folgende Ursachen können unter anderem auf Augenausfluss hindeuten:

  • Fremdkörper
  • Augenverletzungen
  • Bindehautentzündung
  • Glaukom (Grüner Star)
  • Distichiasis
  • Trichiasis
  • Verschlossener Tränenkanal
  • Entropium
  • Ektropium

Tränende Augen können außerdem ein Hinweis auf eine Augenhautentzündung oder eine Entzündung der Nasennebenhöhlen sein. Auch eine Fraktur der Augenhöhle, Tumore, Infektionserkrankungen sowie Lähmungen des Nervus facialis können der Fall sein.

Symptome einer Epiphora beim Hund & Diagnose

Wie stark sich der Tränenfluss ausbildet, hängt grundsätzlich von der jeweiligen Ursache ab. Tränende Augen können entweder ein- oder beidseitig auftreten. Handelt es sich beispielsweise um eine Bindehautentzündung, verfärbt sich die Substanz häufig gelb bis grau und kann in manchen Fällen sogar eine schleimige Konsistenz annehmen.

Infolge einer Hornhautentzündung oder allergischen Reaktion ist der Ausfluss der Augen meist klar und wässrig. Ist bereits ein chronisches Stadium erreicht, bildet sich häufig eine sogenannte Tränenstraße oder Sekretrinne. An dieser ist das Fell verklebt und weist eine rötlich-braune Verfärbung auf.

Die gereizten Augen jucken meist besonders stark, sodass das Tier vermehrt versucht, sich am Auge zu kratzen.

Habt ihr diese Merkmale bei eurem Hund festgestellt, solltet ihr unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Dieser führt eine ausführliche Augenuntersuchung durch, um anschließend die Ursache für das Leiden eures Vierbeiners herauszufinden. 

Während dieser Untersuchung sucht der Tierarzt gezielt nach Augenverletzungen, Fremdkörper bis hin zu sichtbaren Tumoren. Abgesehen davon wird ein Abstrich der Bindehaut genommen, wodurch sich unsichtbare Krankheitserreger wie Pilze oder Bakterien nachweisen lassen.

Um herauszufinden, ob der Tränenkanal des Hundes verstopft ist, führt der Tierarzt zusätzlich noch einen speziellen Färbe-Test durch. Hierbei wird Fluoreszin, ein grünlicher Farbstoff, ins Auge getropft. Der Kanal ist durchlässig, wenn sich das Fluoreszin absondert. Anschließend können noch weitere Untersuchungen und Tests durchgeführt werden.

Therapie und Vorsorge für tränende Augen

Grundsätzlich hängt die Behandlung von der Ursache der jeweiligen Augenerkrankung ab. Wird der Ausfluss beispielsweise von einer Allergie ausgelöst, weist der Tierarzt euch darauf hin, in Zukunft alle allergieauslösenden Substanzen zu vermeiden. Handelt es sich um einen besonders schwierigen Fall, kann letztendlich nur noch eine Hyposensibilisierung weiterhelfen.

Sind Bakterien der Auslöser, werden antibiotische sowie antimykotische Augentropfen oder Augensalben verordnet. Darüber hinaus gibt es spezielle Lösungen, wenn es sich bei der Erkrankung um einen verstopften Tränen-Nasen-Kanal handelt. Auch für Augenverletzungen werden grundsätzlich spezielle Medikamente und Salben verschrieben, um dem Hund eine Erleichterung zu verschaffen. Bei Tumoren oder Lidfehlentwicklungen hilft lediglich eine Operation.

Grundsätzlich lassen sich tränende Augen nur bedingt vorbeugen. Als Vorsorge solltet ihr die Augen eures Hundes regelmäßig untersuchen und bei etwaigen Veränderungen sofort den Tierarzt aufsuchen. Hat euer Hund rund um den Kopf langes Fell, kann es von Vorteil sein, wenn ihr den Augenbereich frei schneidet, um so weitere Reizungen zu vermeiden.

Bei nachgewiesenen Allergien solltet ihr ebenfalls darauf achten, den Kontakt mit den jeweiligen Allergenen zu vermeiden. Wie bereits erwähnt kann in diesem Fall eine Hyposensibilisierung oder hypoallergenes Futter weiterhelfen.

Bannerbild: Shutterstock / Masarik
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