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Tipps zur Hundehaltung 01.06.2021

Reise mit Hund im Wohnmobil - das musst du unbedingt beachten!

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

Schaut man sich auf den Stell- und Campingplätzen um, so kann man feststellen, dass in beinahe jedem zweiten Wohnmobil – wenn nicht sogar öfters – ein oder mehrere Hunde unterschiedlichster Größen und Rassen mitfahren. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn schließlich gibt es für Zwei- und Vierbeiner keine bequemere, schönere Art zu reisen als mit dem Wohnmobil. Doch selbst, wenn es so einfach erscheint, sind einige Dinge, Folgen und Voraussetzungen zu beachten. Lasst uns im Folgenden kurz zusammenfassen, was bezüglich Reisen mit Hund im Wohnmobil zu bedenken ist.

Reisen mit Hund im Wohnmobil – Pro & Contra

Wer einen Hund an Bord hat, kennt sicherlich die Vor- und Nachteile. Vielleicht lesen hier jedoch einige Nicht-Hundebeistzer mit, die es in Betracht ziehen, sich einen solchen anzuschaffen. Ein Hund ist kein Wegwerfartikel! Daher will der Kauf gut überlegt sein.

Pro

  • Wohnmobilreisende bevorzugen mehrheitlich die Fahrt „ins Grüne“, also genau dorthin, wo sich der Hund am wohlsten fühlt. Lange Spaziergänge und Wanderungen sind damit vorprogrammiert.
  • Abweichend von anderen Reiseformen können im Wohnmobil Hund und Besitzer stets zusammenbleiben, Reisestopps einlegen, wenn Bedarf ist, und das eigene Equipment mit an Bord – inklusive größeren Mengen an gewohntem Futter – mitnehmen.
  • Hunde sind eine Art vierbeinige Alarmanlage. Je nach Rasse (Nicht unbedingt nach Größe!) sind sie sehr wachsam und schlagen bei Gefahr an. Zweckmäßig vor allem, wenn ihr „wild“ steht.

Contra

Aufgrund der vielen Hunde am Platz kann es schon mal zu (lautstarken) Revierkämpfen untereinander kommen. Aber wenn ihr euren Hund gut erzogen und gut im Griff habt, ist das kaum ein Problem.

Mit dem Hund muss man bei Wind und Wetter rausgehen, was ihr ja schon von daheim kennt. Aber wer einmal einen nassen und dreckigen Hund im Wohnmobil hatte, der weiß, wovon ich rede…

Alle anderen Nachteile gelten für alle anderen Urlaubsformen genauso:

  • An vielen Stränden sowie in vielen Restaurants herrscht Hundeverbot.
  • Im Sommer kann es – vor allem im Wohnmobil – sehr heiß werden. (Also nie den Hund im geschlossenen Womo alleine lassen!)
  • Beim Urlaub in anderen Ländern gelten teils andere Bestimmungen als hierzulande.

Fazit: Wer seinen Hund liebt, genießt die Vorteile und nimmt die „Nachteile“ in Kauf. Wer sich nicht sicher ist, schafft sich am besten gar nicht erst einen an.

Aber Achtung: Hunde – je nach Größe und Rasse – sowie Hundefutter etc. wiegen einiges! In einem Womo über 3,5 Tonnen dürfte das weniger ein Problem sein.

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Wie sieht ein „hundefreundliches“ Wohnmobil aus?

„Echte“ Hundebesitzer schauen beim Kauf eines Womos nicht nur darauf, was ihnen persönlich zusagt, sondern ebenfalls darauf, was ideal für den Hund ist. Dabei gehe ich hier von einem eigenen Wohnmobil aus. Wer eines mietet, dem stehen ja nicht so viele Optionen zur Verfügung. Allerdings gibt es immer mehr Vermieter, die sich auf Hundebesitzer spezialisiert haben. Angebote findet man beispielsweise unter www.fellnasenmobil.de, www.4pfoten-mobile.de, www.pfotencamper.de oder https://waumobil.de. Es gibt aber auch Vermieter, die von vornherein nur an hundelose Kunden vermieten.

Darauf solltet ihr im Einzelnen achten:

  • Hat der Hund ausreichend Platz zum Liegen? Ideal sind Längsbänke oder Platz unterm Tisch.
  • Gibt es Vorrichtungen, um den Hund während der Fahrt ausreichend zu sichern?
  • Sind auch im Außenbereich Befestigungsmöglichkeiten für den Hund vorhanden? Zur Not muss man erfinderisch werden.
  • Sind Polster, Möbel und vor allem Bodenbelag „hundefreundlich“, also kratzfest beziehungsweise gut abwaschbar?

Stellplatz oder Campingplatz?

Diese Frage stellt sich bei vielen Wohnmobilfahrern häufig, vor allem dann, wenn man mit seinem Mobil autark unterwegs ist. Wer mit Hund reist, sollte sich im Voraus darüber klar sein, dass nicht alle Campingplätze – vor allem in der Hauptsaison – Hunde dulden. Außerdem werden manchmal ziemlich horrende Preise pro Hund verlangt, was oft schon an Unverschämtheit grenzt! Wenn ihr schon dafür bezahlt, solltet ihr wenigstens sicher sein, dass ihr mit eurem vierbeinigen Freund auch Hundekot-Beutel am Platz findet, einen nahen Hundestrand und vielleicht sogar eine Hundedusche und/oder Hundewiese geboten bekommt.

Auf Stellplätzen gibt es diesbezüglich in der Regel keine Probleme. Zwar sind selten Extras wie Hundeduschen vorhanden, aber Kotbeutel findet man häufig. Hundeverbot ist mir bislang hier noch nie passiert. Rücksichtnahme ist jedoch auch hier selbstverständlich!

Was müsst ihr für den Hund einpacken?

Genauso wie für euch selber, müsst ihr natürlich vor der Abfahrt an einige Sachen denken. Wer häufig unterwegs ist, kann vieles davon entweder generell im Wohnmobil lassen oder aber – wie ich es handhabe – sich eine Art „Zweitausrüstung“ zulegen, um Hin- und Herräumen zu erleichtern. Folgende Dinge sind unverzichtbar:

  • Hundeleine(n); vielleicht eine längere und stabilere, um den Hund außen am Womo festzumachen
  • Hundekörbchen oder Hundedecke, je nachdem, was der Hund gewohnt ist
  • Hundespielzeug
  • Pflege-Utensilien wie Bürste, Kamm, Schere (je nach Fell) sowie ein altes Handtuch
  • Fress- und Futternapf
  • Leckerli
  • Hundefutter (Nicht jeder Hund verträgt und frisst jedes Futter. Im Ausland bekommt man zudem oft nur andere Marken.)
  • EU-Heimtierausweis mit den nötigen Impfungen
  • Notfall-Medikamente (Fragt euren Tierarzt danach!)
  • Pinzette bzw. Zeckenzange

Was ist bei Reisen ins Ausland zu berücksichtigen?

Am besten erkundigt ihr euch rechtzeitig auf den jeweiligen Internetseiten des entsprechenden Landes oder aber beim ADAC. Hier bekommt ihr detaillierte Infos dazu, was erlaubt und verboten beziehungsweise unbedingt einzuhalten ist. Selbstverständlich sollte man nur mit einem geimpften und gesunden Tier reisen – egal wohin.

Das solltet ihr bedenken beziehungsweise mitnehmen:

  • EU-Heimtierausweis mit den nötigen Impfungen (Tollwut etc.)
  • Vorherige Vorstellung beim Tierarzt, der bestimmt zur Zecken- und Parasiten-Prophylaxe rät.
  • Mikrochip-Registrierung; ideal, wenn euer Hund zusätzlich bei einer Datenbank wie beispielsweise www.tasso.net registriert ist.
  • Listenhunde dürfen in verschiedenen Ländern unter verschiedenen Bedingungen einreisen; in manchen gar nicht.
  • Mancherorts dürfen Welpen erst ab einem bestimmten Alter einreisen.
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Die Reise kann losgehen

Gepackt, vollgetankt und voller Vorfreude kann es nun losgehen. Euer Hund sieht es hoffentlich genauso, denn leider gibt es immer wieder Hunde, die das Autofahren entweder nicht vertragen (Dann sprich vorher mit dem Tierarzt darüber!) oder nicht gerne mitfahren. Folgende Dinge solltet ihr während der Fahrt beachten:

  1. Ausreichend Pausen einhalten! Am besten abseits der Autobahn im Grünen, um einen Spaziergang zu unternehmen, der Mensch und Tier guttut.
  2. Unterwegs immer wieder Wasser anbieten.
  3. Möglichst nicht vor Fahrtantritt füttern.
  4. Während eines Zwischenstopps, wenn der Hund kurz im Wohnmobil bleiben muss, stets für ausreichend Frischluftzufuhr sorgen (Heki oder gar Klimaanlage). Auf keinen Fall darf es zu einem Hitzestau kommen!
  5. Laut Straßenverkehrsordnung §23 StVO gilt der Hund als „Ladung“, die ausreichend gesichert werden muss. Dazu gibt es im Handel einige Möglichkeiten:
  • Transportbox (Benötigt bei großen Hunden sehr viel Platz)
  • Sicherheitsgeschirr/ Anschnallgurt. Achtet unbedingt darauf, dass sich der Hund damit nicht verletzt. Breite Riemen sowie Polsterungen sind ratsam.
  • Wer Haken zum Sichern des Hundes im Wohnmobil verbaut, sollte daran denken, dass die Leichtbauweise unserer rollenden Heime nicht unbedingt an jeder Stelle eine stabile Sicherheit gewährleistet.
  • Passend zu den Sicherheitsgurten auf den Rücksitzen gibt es spezielle Hundegurte.

Und nun viel Spaß bei deinen Wohnmobil-Reisen mit Hund!

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