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Tipps zur Hundehaltung 15.03.2021

Katzengras fürn Hund? Gibt es das? Gefährlich?

Sissi by Sissi, Sissi ist Bloggerin seit 2014, auf den Hund gekommen 2018. Seitdem stolziert sie täglich ihre 10000 Schritte mit Loki durch die Welt. Der Beagdor (Labrador-Beagle Mix) ist Therapiehund für Kinder und begleitet sie auch in Schulen. Insgeheim schwärmt sie für eine französische Bulldogge als Zweithund.

Katzengras für Hunde – wohltuende Futterergänzung

Hunde fressen Gras aus verschiedenen Gründen. Es reinigt den Magen und liefert Ballaststoffe. Außerdem hilft das Zupfen an Grashalmen ganz wunderbar gegen vorübergehende Langeweile. Im Winter ist das Angebot an Gras leider kaum vorhanden. Zu solchen Zeiten könnt ihr als Hundebesitzer Katzengras als Ersatz in der Wohnung selbst ziehen und eurem Hund anbieten.

Warum fressen Hunde und Katzen eigentlich Gras?

Gras ist für alle Fleischfresser eine unverzichtbare Ergänzung zur sonstigen Ernährung. Es enthält Ballaststoffe, bindet aufgenommene Giftstoffe und hebt eventuellen Mangel an Nährstoffen auf. Aber Hunde fressen Grashalme nicht nur wegen der Ernährung. Sicherlich habt ihr es schon beobachtet: Seid ihr im Gespräch mit anderen Hundebesitzern, vertreiben sich eure lieben Vierbeiner gerne die Zeit mit Graszupfen. Zwischen Frühjahr und Herbst ist das eine feine Ablenkung. Doch im Winter? Da fehlt das Zusatzangebot von der Wiese. Den geschmacklichen und inhaltlichen Mangel könnt ihr ganz simpel in der jahreszeitlichen Ruhezeit überbrücken.

shutterstock.com / Bildagentur Zoonar GmbH

Ist Katzengras auch für Hunde ein sinnvolles Angebot?

Über das Fressen von Gras bei Hunden diskutiert die Wissenschaft seit langer Zeit. Generell ist Katzengras als Winteralternative allerdings aus der Praxis mit Haustieren längst als förderlich bestätigt. Die folgenden Gründe sprechen dafür, eurem Hund in grasarmen Zeiten auch daheim das wohltuende Grün anzubieten:

  • Gras ist gut, wenn euer Hund etwa unter einem Wurmbefall leidet. Die Grasfasern umwickeln die Schädlinge im Darm und helfen rasch beim Ausscheiden.
  • Die Inhaltsstoffe im Gras enthalten unter anderem wertvolle Mikroorganismen. Diese sind vorteilhaft für die Verdauung, vor allem bei der eher einseitig fleischlastigen Ernährung von Hunden.
  • Katzengras und normales Gras enthalten eine Fülle von Mikro-Nährstoffen. Falls euer Hund übermäßig am Grasfressen interessiert ist, leidet er möglicherweise an einem Nährstoffmangel. Ein paar Grashalme auch im Winter können den Mangel ausgleichen.
  • Katzengras kann hilfreich sein, falls sich euer Hund irgendwo den Magen verdorben oder schädliche Fremdkörper (zum Beispiel ein Etikett oder ähnliches Papier) aufgenommen hat. Euer Hund frisst nun so viel Gras, bis er sich übergeben kann. Dabei befördern die faserigen Halme den Fremdkörper oder versehentlich aufgenommene Schadstoffe rasch wieder aus dem Hundekörper.

Katzengras für Hunde in der Wohnung selbst ziehen

Katzengras für Hunde lässt sich simpel in der Wohnung selbst ziehen. Dafür gebt ihr unbehandelte Gartenerde in einen Blumentopf. Als Grasersatz für drinnen eignen sich Zyperngras oder Getreide am besten. Die Samen der Gräser weicht ihr für höchstens zwei Stunden in kaltem Wasser ein. Dann legt ihr die gequollenen Samen etwa zwei Zentimeter in die Erde im Blumentopf. Nun kann das Katzen- oder Hundegras an einem hellen Standort (aber bitte ohne pralle Sonne) in Ruhe wachsen. Bis zur verzehrfertigen Größe haltet ihr die Graswurzeln täglich feucht. Allerdings müsst ihr Staunässe vermeiden. Sie würde das selbst gezogene Katzengras rasch faulen lassen. Sobald genügend Grün gesprossen ist, wird euch euer Hund zeigen, ob es für seine geschmacklichen Vorlieben bereit ist.

Fazit:

Katzen und Hunde brauchen neben Fleisch auch Ballaststoffe, um Magen und Darm zu entlasten. Katzengras ist wegen seiner faserigen Struktur und der enthaltenen Mikro-Nährstoffe auch für Hunde gut geeignet. Im Winter könnt ihr Katzengras ohne besonderen Aufwand in der Wohnung ziehen. Damit lässt sich der Mangel am Grasangebot in den Wintermonaten optimal überbrücken.

Bannerbild: shutterstock.com / Anant Kasetsinsombut
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