Boerboel

Boerboel Rassebeschreibung: Charakter & Co

Boerboel Rassebeschreibung: Charakter & Co
Dogs/Active

Herkunft und Geschichte der Boerboels

Der Boerboel Hund ist ein Hund vom Typ Mastiff (doggenartige Hunde) und stammt aus Südafrika. Im 17. Jahrhundert brachten (vermutlich niederländische) Siedler zu ihrem Schutz große und starke Hunde aus ihren Heimatländern mit. Mit den Briten kam später noch der Bullmastiff mit nach Südafrika und aus der Kreuzung mit diesen Hunden (z. B. Dogge, Bernhardiner oder Bullterrier) entstand eine Hunderasse, die es selbst mit großen afrikanischen Raubtieren aufnehmen konnte und der Aufgabe in diesem urwüchsigen Land die Farmen gegen wilde Tiere und Viehdiebe zu bewachen und zu beschützen, gewachsen war: der Boerboel. Die Rasse wird von der, Kennel Union of South Africa (= Vollmitglied der Fédération Cynologique Internationale (FCI)) anerkannnt, nicht jedoch von der FCI.

Wissenswertes über Boerboels

 Der Boerboel ist kein Kampfhund. Doch aufgrund seiner Größe und Stärke kann er bei unzureichender Erziehung und Führung zum Problemhund werden. In Dänemark, Frankreich und der Schweiz, ist die Haltung dieser Rasse aufgrund diverser gefährlicher Vorkommnisse, verboten oder mit strengen Auflagen verbunden. In Deutschland hat jedes Bundesland festgelegt, welche Hunderassen verboten sind oder mit Einschränkungen gehalten werden dürfen. Der Boerboel ist bisher in keinem Bundesland als gefährlich eingestuft. Dennoch ist es empfehlenswert vor dem Kauf beim zuständigen Ordnungsamt anzufragen, ob Auflagen bestehen. Er gilt als eine der stärksten Hunderassen der Welt.

Bannerbild: Shutterstock / T.Irina
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Alternativer Name Bauerndogge
Herkunft Südafrika
Lebenserwartung 10 - 12 Jahre
Pflegeanforderungen pflegeleicht
Aktivitätslevel durchschnittlich bis hoch
FCI Nicht anerkannt
AKC Working Group
KC Nicht anerkannt
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Haltung und Charakter des Boerboels

Boerboels sind von Natur aus ruhige Hunde. Nervosität kennen sie nicht. Ihre Haupteigenschaften sind Selbstsicherheit, Furchtlosigkeit, Mut und sein starker Schutztrieb. Es sind folgsame und treue Partner ihrer Besitzer. Der Boerboel war, ist und wird immer ein Wachhund sein. Seinem in Hunderten Jahren Zucht entwickeltem Wachsinn entgeht rein nichts. Er wird auch schnell unterscheiden, ob ein Besucher als Freund oder als Feind kommt. Im zweiten Fall wird er instinktiv seiner Beschützerrolle gerecht und jedem Eindringling furchtlos entgegentreten. Die Hunde sind von Natur aus nicht aggressiv. Als Teil einer Familie entwickeln sie zu allen Familienmitgliedern eine intensive starke Verbindung und sind insbesondere für die Kinder ein liebenswerter Spielkamerad. Trotzdem sollte man Kinder niemals unbeaufsichtigt mit dem Hund lassen. Die Beziehung zwischen Boerboel und Menschen funktioniert am besten, wenn sie auf Ehrlichkeit, Vertrauen und gegenseitigem Respekt aufgebaut wird. Dann ist der Boerboel sein ganzes Hundeleben lang ein treuer, folgsamer Kamerad und Freund.

Der Boerboel ist kein Anfängerhund. 

Er gehört in die Hände eines erfahrenen Hundehalters. Das gebietet allein schon seine Größe und Stärke. Wird er als reiner Stadt- oder Wohnungshund ohne eigenes Gelände zum Bewachen gehalten, wird er seinem Besitzer wenig Freude machen. Auch Nachbarn werden ihm wenig Liebe entgegenbringen. Das angeborene starke Territorialverhalten, und der ausgeprägte Schutztrieb der Hunde läuft einer Haltung in der Stadt mit ihren vielen Menschen völlig entgegen. Aber Familien auf dem Land ohne unmittelbare Nachbarn, werden die Eigenschaften des Hundes zu schätzen wissen. Wichtige Voraussetzung für die artgerechte Haltung ist ein ausbruchsicheres großes Gelände, das der Hund aufmerksam bewachen kann. Gleichzeitig hat er dann auch genügend Auslauf. Die muskulösen Hunde brauchen bereits in frühem Alter eine konsequente Erziehung, Training sowie eine sichere Führung. Auch wenn der Boerboel von großem Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit geprägt ist, will er seinem Menschen gefallen. Fühlt er sich gerecht behandelt, wird er es auch seinem Herrn recht machen wollen.

Charakter

  • beschützend
  • dominant
  • gehorsam
  • intelligent
  • selbstbewusst

Verwendungen

  • Wachhund
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Südafrika

Als großer Hund benötigt der Boerboel auch große Mengen an Futter, das am besten in kleinen kontrollierten Portionen auf den Tag verteilt, gefüttert werden sollte. So vermeidet man nebenbei auch Überfütterung und Übergewicht. Am besten geeignet ist ein hochwertiges Trockenfutter. Welches alle notwendigen Vitamine und Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung enthält. Nach dem Fressen ist unbedingt Ruhe angesagt, andernfalls besteht das Risiko einer lebensbedrohenden Magendrehung. Der Hund sollte beim Fressen auch nicht gestört werden. Für Boerboel Welpen gibt es spezielles Welpenfutter mit niedrigem Proteingehalt (unter 25 Prozent). Das ist der Notwendigkeit geschuldet, das eh schon schnelle Wachstum des Boerboels nicht noch mit energiereichem Futter zu fördern. Zu schnelles Wachstum begünstigt insbesondere bei großen Hunden das Entstehen von Gelenkerkrankungen.

Typische Krankheiten von Boerboels

 Der Boerboel hat eine Veranlagung für:

  • Hüftdysplasie (HD)
  • Ellbogendysplasie (ED)
  • Scheidenprolaps (Gebärmuttervorfall)

Den beiden erst aufgeführten Erkrankungen kann mit entsprechender Ernährung gegengesteuert werden. Da beide Krankheiten oft erblich sind, sollte aber jeder, der einen Boerboel Welpen kaufen will, sich vorher die HD und ED Auswertungen der Elterntiere zeigen lassen. Seriöse Züchter werden hiergegen keine Einwände haben. Gegen einen Gebärmuttervorfall gibt es keine sinnvolle Vorbeugung, da für diese Krankheit meistens eine Bindegewebsschwäche ursächlich ist. Diese tritt oft nach einer Geburt auf. Bei leichten Fällen ist ein Beckenbodentraining hilfreich. In schlimmen Fällen hilft nur eine OP, bei der eventuell Gebärmutter und Eierstöcke dann entfernt werden.

Hintergrund
Boerboel Rassebeschreibung

Der muskulöse Körper der Hunde ist von einem kurzen, dichten glänzenden Fell bedeckt. 

Die Fellfarben variieren in allen Schattierungen von 

  • Rot, 
  • Braun bis 
  • Gelb (fawn). 

Laut Rassestandard sind auch gestromte Hunde (Brindle) erlaubt. Eine dunkle Maske ist bei allen Varianten erlaubt. Die Rüden haben eine Widerristhöhe von 61 bis 72 cm (ideal ist 66 cm)und ein Gewicht von 45 bis 70 kg. Die Hündinnen sind Hündinnen mindestens 55 cm hoch, (ideal ist 61 cm) und haben ein Gewicht von ca. 45-55 kg. Die Lebenserwartung beträgt 10-12 Jahre.

Das glatte, feine Fell der Rasse benötigt nur wenig Pflege. Gelegentliches leichtes Bürsten genügt.

Felllänge kurz
Fell glatt
Ohrenform Dreieck
Rute lang
Anatomie muskulös, massiv, kräftig, quadratisch, stämmig
Größe ♀ 59 - 65 cm
Gewicht ♀ 50 - 65 kg
Größe ♂︎ 64 - 70 cm
Gewicht ♂ 65 - 90 kg
Geeignet für

Farben

creme rot Stromung braun mahagonifarben rehfarben
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Hund, Säugetier, Wirbeltier, Canidae, Hunderasse, Haut, Fleischfresser, Falten, Boerboel Welpe mit offenem Maul gehalten von zwei Händen
Hund, Säugetier, Wirbeltier, Canidae, Hunderasse, Fleischfresser, Schnauze, gefleckter Boerboel an Leine liegt auf Steinstufen
  • Hüftdysplasie (HD)

    Die Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie des Hundes (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks

  • Kreuzbandriss

    Betrifft häufig Rassen mit viel Gewicht.

  • Magendrehung

    Die Magendrehung ist eine Krankheit, bei der sich der Magen um die eigene Längsachse dreht. Die Ursache der Erkrankung ist nicht bekannt.

  • Ja, der Boerboel gilt als gefährliche Hunderasse und ist in einigen Ländern auf der Liste. Manche sprechen daher von einem Kampfhund. Der Grund warum er auf der Liste ist, ist weil er potenziell eine enorme Bisskraft von bis zu 800 PSI aufweist. Somit ist er eine der stärksten Hunderassen, in Sachen Beißkraft.

  • Ein Löwenhund bezeichnet einerseits Hunde, welche rund um die Schädelpartie viel langes, goldenes Fell haben und somit Löwen ähneln, andererseits auch Hunde, die in vor allem in Afrika, Löwen gejagt haben. Zur Kolonialzeit wurden solche Hunde überwiegend in Afrika oder Südafrika eingesetzt, um bei der Jagd behilflich zu sein.

  • Boerboel Welpen kosten ca. 1300 Euro.

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