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Hundefutter 01.06.2021

Veganes Hundefutter - polarisierendes Thema

Johann by Johann, Johann ist Hundpapa seit 2018 und Hundefan seit 1986.

Veganes Hundefutter

Wir lieben unsere Fellnasen und wollen ihnen nur das Beste angedeihen lassen und dazu zählte nun mal seit jeher Fleisch. Denn Hunde sind doch schließlich Fleischfresser. Oder etwa nicht? Um unser Verständnis nicht völlig ins Wanken zu bringen, Hunde zählen in der Tat zu den Karnivoren. Das bedeutet, ihr Gebiss und ihr Verdauungstrakt sind dazu in der Lage, Fleisch zu verarbeiten. Das bedeutet aber nicht, dass ausschließlich Fleisch auf dem Speiseplan stehen muss. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Menschen dazu entschlossen, vegetarisch oder vegan zu leben. Diese zunächst individuelle Entscheidung schließt bald den Partner und die ganze Familie ein - und zu eben dieser Familie gehört selbstverständlich auch der Hund. 

Was auf den ersten Blick nahezu unnatürlich wirken mag - einen Hund vegan ernähren, ist bei näherer Betrachtung gar nicht so abwegig.

"Prinzipiell kann man einen Hund schon vegan ernähren, ohne ihm zu schaden", weiß der Professor für Tierernährung Josef Kamphues, von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. In repräsentativen Studien wurde sowohl herkömmliches als auch veganes Futter an den Versuchshunden getestet. Das für viele überraschende Ergebnis: Auch den veganen Hunden hat das Futter gut geschmeckt und ihnen ging es prächtig.

Professor Kamphues erklärt, warum das Ergebnis eigentlich nicht überraschen sollte: "Für eine bedarfsgerechte Versorgung ist es nachrangig, ob die benötigten Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße und Mineralstoffe von einem Tier oder einer Pflanze stammen". Wichtig ist tatsächlich nur die richtige Zusammensetzung, um Mangelerscheinungen gar nicht aufkommen zu lassen. Die Mission „Hund vegan ernähren“ ist also keineswegs zum Scheitern verurteilt, sondern ganz im Gegenteil, ein Experiment, dass man sich als Hundebesitzer durchaus überlegen kann.

Vegetarisches Hunde Futter

Noch einfacher geht es, den treuen Begleiter (ja, wir sprechen immer noch vom Hund, nicht vom Mann) vegetarisch zu ernähren. Während bei veganem Essen oft noch überlegt werden muss, was rein darf und wo sich tierische Inhaltsstoffe verstecken könnten, ist vegetarische Ernährung schon so verbreitet, dass man kaum noch darüber nachdenken muss. 

Ob man sich für die fleischlose Kost entscheidet, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Für manche gehört der Knochen, das Menu aus der Dose und die Pansen so selbstverständlich zur Hundeernährung dazu, dass ein Verzicht darauf undenkbar ist. Andere Tierfreunde haben vielleicht ohnehin schon immer viel Obst und Gemüse in den Speiseplan ihres Lieblings eingearbeitet, und die Umstellung ist gar keine große mehr. 

Schlussendlich gibt es kein richtig oder falsch. Man kann den Mittelweg gehen und zwischen fleischloser und fleischhaltiger Kost abwechseln, man kann den Speiseplan um neue „Bereiche“ erweitern oder bei Altbewährtem bleiben.

Wichtig ist, dass Hund und Halter sich wohl fühlen!

Ist veganes Hundefutter gesund? Jein! Wir beantworten es mit einem nachfolgenden Video.

Vorteile fleischloser Hundekost:

• Abwechslungsreicher für das Tier

• Vielfältige Vitaminzufuhr

• Tiere, aus denen das Futter hergestellt wird, bleiben am Leben

• Halter, die selbst fleischlos leben, können sich besser mit dieser Fütterung identifizieren

Nachteile fleischloser Hundekost:

• Oft teurer

• Aufwändiger in der Zubereitung

• „Überwachung“ der benötigten Inhaltsstoffe, wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße

• Umgewöhnung, soziale Akzeptanz

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